Nullpunkt Feld

Aus dem Nichts

Nochmals Dark Pools

Verfasst von Alexandra am 30/07/2009

Das Problem with dark pools hatte ich in einem früheren Artikel dargelegt. Dazu ein paar weitere Details.
Ein Artikel im WSJ vom August 2008 zeigt auf, dass dark pools nicht so dark sind, wie man glauben könnte:

Say, for example, a mutual fund wants to buy a big block of shares and places an order in a dark pool. Unlike on a traditional exchange, nobody can see that order until they match it – at least in theory.In most pools, the order will be executed piecemeal, broken up into 100-share chunks until such time as a big block of shares goes up for sale. That’s why gamers often “ping” a pool, sending in a rapid succession of small-lot offers to see if there’s a buyer out there taking the bait. In the same way a shark senses the presence of big prey from small blotches of blood, the pinging can tell a gamer that there’s a big buy order in the dark pool. By buying up stock in a series of small lots, the predatory trader will replicate the block in their own portfolio, driving the price up with each trade. Once the gamer has accumulated a block, they turn around and offer it for sale at the peak price, gouging a profit from the buyer.

Dark pools werden von immer mehr Börsen, Investmentbanken und auch von Unabhängigen angeboten.
Dies führt zu einer Fragmentierung des Marktes, oder der Liquidität, und bereits sind Bestrebungen von Börsen im Gange, diese verschieden dark pools den eigenen Kunden zugänglich zu machen.
So bietet zum Beispiel BATS einen dark scan an, der andere dark pools absucht(!) und Turquoise bietet gem. Economist, einen Agregator an: Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Angaben der SIX zum Dark Pool

Verfasst von Alexandra am 28/07/2009

Die SIX hat ein paar Fragen beantwortet, die sich ich in Zusammenhang mit dem Swiss Block, dem Dark Pool der SIX gestellt habe.

Sehr geehrte Frau Hamilton

Unsere Antworten in blau finden Sie untenstehend. [Anm. Antworten der SIX sind in Bold-Italic]

Beste Grüsse, Werner Vogt

——————————————————————————–

From: zeropointfield[at]ymail[dot]com
To: Vogt Werner
Subject: Re: Block Trading

Guten Tag Herr Vogt,

besten Dank für Ihre Antwort. Ein paar Fragen wurden damit beantwortet, andere hingegen nicht. Zudem ging mir folgendes durch den Kopf:

(1) zu How to apply
a) Da die SIX in der Schweiz liegt (dachte ich) wäre Schweizer Recht anwendbar. Wozu braucht es zusätzliche Vereinbarungen für andere Jurisdiktionen?

Ich weis leider nicht, wie sie auf andere Jurisdiktions kommt
[Anm. ZPF: Steht so in der Direktive 21]

b) Das NYFIX agreement wird wohl kostenplichtig sein? Ist der Text solcher agreements standard (gerne würde ich den lesen) oder individuell pro client?

Prinzip der Gleichbehandlung
Agreement ist für Members zugänglich

(2) zu Conditional orders:

a) Ein matching cycle ist bei der SIX wie lange? Liegt der im microsekunden Bereich

Der reine cycle liegt im microsekunden Bereich. Varriert aber bedingt durch die Anzahl Aufträge die miteinander gematched werden. Den Rest des Beitrags lesen »

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296 Billionen

Verfasst von Alexandra am 27/07/2009

Bei dieser Zahl handelt es sich nicht um die Distanz Erde-Saturn sondern um den Nominalwert der ausstehenden Derivative.

Dabei sind es fünf Firmen die 80% dieser Derivative in ihren Büchern haben: JP Morgan Chase, Bank of America, Goldman Sachs, Citigroup, and Morgan Stanley.

Dies geht aus einem letzte Woche veröffentlichten Fitch Ratings Report hervor.

Und das meiste davon wird wohl wertlos sein (Derivative), da dürfte das FED mit Geld drucken wohl demnächst nicht mehr nachkommen.

[Quelle: CFO.com]

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Weitere Details zum Dark Pool der SIX

Verfasst von Alexandra am 24/07/2009

Ich wollte es nach meinem Beitrag vom 22.7.2009 noch ein bisschen genauer wissen und habe bei der SIX nach dem dark pool gefragt:

Guten Tag liebe SIX Mitarbeiter,
ich würde gerne mehr wissen über die dark pools an der SIX.
Das factsheet zum Swiss Block habe ich gelesen, es besagt aber nicht sehr viel und leider konnte ich weder Regulierungen, Richtlinien oder andere Unterlagen zu diesem Thema finden.
Deshalb meine ersten Fragen an sie:
Wieviele dark pools gibt es an der SWX, wer führt/bzw. kontrolliert diese,und welches sind die Teilnehmer, Volumen, Umsätze, etc.
Können Sie mich auf eine detailliertere Beschreibung der Funktionsweise dieser dark pools an der SWX verweisen, die ich konsultieren könnte?Besten Dank für die Informationen
A. Hamilton
http://nullpunktfeld.wordpress.com
http://zeropointfield.wordpress.com

Freundlicherweise hat die SIX auch geantwortet (Hervorhebungen meine): Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Dark Pool der SWX

Verfasst von Alexandra am 22/07/2009

In Ergänzung zum Beitrag über dark pools und deren funktionsweise hier einige Details zum dark pool der SWX, genannt Swiss Block. Anmerkung: Die SWX nennt sich seit kurzem SIX Swiss Exchanget.

Die SIX beschreibt ihren dark pool in einem Dokument so (für eine Erklärung zu dark pools bitte dem Link oben folgen und Beitrag lesen):

SIX Beschreibung von Swiss Block

SIX Beschreibung von Swiss Block

Speziell interessant sind die Punkte ‘Minimale Informationsverbreitung’ und ‘Besserer Preis’.

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Informatives Video für Geschichtsuntericht

Verfasst von Alexandra am 12/07/2009

Für alle die, die immer noch glauben es gehe hier um zufälllige Ereignisse und alles mit rechten Dingen zu empfehlen wir folgendes Video.

Bitte nicht ansehen bei leichter Erregbarkeit, hohem Blutdruck oder Hang zu unkontrollierten Wutausbrüchen.

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Breaking News: Trading Code aufgetaucht

Verfasst von Alexandra am 10/07/2009

Dem Vernehmen nach, genauer gesagt gemäss Bloomberg, ist der Goldman Sachs Programm-Code den Sergey Aleynikov, wie dieser sagt, irrtümlich auf einen externen Server geladen hat, bei einem hosting Unternehmen im Vereinigten Königreich aufgetaucht.

Das Unternehmen, mit Namen xp-dev.com hat inzwischen bereits Besuch von den zuständigen britischen Behörden gekriegt, so Roopinder Singh, der Inhaber von xp-dev.com. Der Betrieb des Hosters war zwischenzeitlich eingestellt, der Dienst ist aber jetzt wieder verfügbar.

Pikante Details wie diese hier machen das Leben interessant: Roopinder Singh arbeitet(e) als Entwickler für die Royal Bank of Scotland und für die Investment Bank Dresdner Kleinwort. Leztere gehört zum Versicherungskonzern Allianz.

Roopinder Singh auf Linked-in

Roopinder Singh auf Linked-in

Honi soit qui mal y pense

Empfehlenswert auch das Bloomberg Interview von Jonathan Weil:

(hat tip Zero Hedge)

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Weitet sich Goldman Sachs Skandal aus?

Verfasst von Alexandra am 08/07/2009

Wir erinnern uns an den kürzlich verhafteten ehemaligen GS Mitarbeiter, der den Code für den Handelsalgorithmus mitgehen liess und dafür von FBI kurzzeitig in Haft genommen wurde.

Dailykos hat nun folgende Story dazu.

Offenbar besteht der Verdacht, dass GS über spezielle Kontakte und Beziehungen – ehemalige GS Mitarbeiter sitzen nicht nur im Treasury, in Aufsichtsbehörden, Federal Reserve, Zentralbanken, IMF und Worldbank, sondern auch in Börsen wie der NYSE an entscheidenden Stellen – Zugriff auf Trading Daten der Konkurenten hatten, bevor diese Trades an der NYSE ausgeführt wurden.

Dieser Informationsvorsprung sei für GS sehr einträglich gewesen, nämlich in der Grössenordnung von 100,000,000 $ pro Tag. Dailykos story ist hier.

Das Grundproblem, dass dieses ermöglicht, liegt bei der Co-Lokation einiger Systeme der Investment Banken bei den Börsen. Diese Systeme sind näher dran und arbeiten deshalb mit einer niederigen Latenz. Durch die spezielle Lage ist es natürlich auch denkbar, dass der Netzwerkverkehr ‘geschifft’, d.h. abgehört werden kann.
Die Möglichkeit dazu haben theortetisch nicht nur GS sondern auch alle Investment Banken und Trader mit Co-Lokation in allen Börsen weltweit.

Sollte die Information stimmen, dann kann man die wirtschaftliche Entwicklung und den Umstand, dass einige wenige sehr reich geworden sind, während viele andere immer ärmer wurden nur noch mit BETRUG erklären. Kein wirtschaftlicher Fortschritt, kein Wachstum, kein finanzielle Innovation nur Betrug mit einem Haufen komplizierter Finanz- und Technik-Tools, die dies nur ein Ziel hatten, nämlich den Betrug zu verschleiern.

Market Ticker fasst die Auswirkung, sollte dies zutreffen, hier sehr gut zusammen.

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A propos Goldman Sachs

Verfasst von Alexandra am 06/07/2009

Matt Taibbi hat im Rolling Stone einen Artikel über Goldman Sachs geschrieben, den ich nur wärmstens zur Lektüre empfehlen kann. Der Artikel  beginnt so:

In Rolling Stone Issue 1082-83, Matt Taibbi takes on „the Wall Street Bubble Mafia“ — investment bank Goldman Sachs. The piece has generated controversy, with Goldman Sachs firing back that Taibbi’s piece is „an hysterical compilation of conspiracy theories“ and a spokesman adding, „We reject the assertion that we are inflators of bubbles and profiteers in busts, and we are painfully conscious of the importance in being a force for good.“ Taibbi shot back: „Goldman has its alumni pushing its views from the pulpit of the U.S. Treasury, the NYSE, the World Bank, and numerous other important posts; it also has former players fronting major TV shows. They have the ear of the president if they want it.“ Here, now, are excerpts from Matt Taibbi’s piece and video of Taibbi exploring the key issues.

Weiter geht’s entweder bei Rolling Stone.

oder auf scribd.com:

Sehr empfohlen sei auch The Big Takeover von Matt Taibbi:

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Ein Goldman Sachs Trading Skandal?

Verfasst von Alexandra am 06/07/2009

Über’s Wochenende, genauer am 3. Juli, soll ein ehemaliger Mitarbeiter eines Finanzinstitutes [dem Vernehmen nach handelt es sich Goldman Sachs] Computerprogramme, d.h. die Algorithmen mit denen das Finanzinstitut an der Börse elektronisch handelt, entwendet und auf eine Website in Deutschland hochgeladen haben.

Der Diebstahl soll schon vor einem Monat geschehen sein, offenbar schritten das Finanzinstitut und das FBI aber erst jetzt ein.

Sollten sich diese Anschuldigungen als wahr erweisen, dürfte auf das Finanzinstitut ein paar Probleme zukommen, speziell wenn es sich dabei tatsächlich um Goldman Sachs handeln sollte.
Zum einen verlöre es möglicherweise seine vorherschende Stellung – bisher jeweils bis zu 60% des Computerhandels wurden von GS abgewickelt.
Zum anderen  könnte dadurch Licht auf die innere Funktionsweise dieses Computerhandels geworfen werden.
Des weiteren könnten hier durch die NYSE und das Finanzinstitut Offenlegungspflichten verletzt worden sein, denn der Verlust dieser Algorithm, resp. das Bekanntwerden deren Struktur, dürfte sich auf die Gewinne des Unternehmens eher negativ auswirken und um Insidergeschäfte, resp. Verkäufen der Aktien zuvorzukommen, wäre eine Information der breiten Öffentlichkeit eigentlich zwingend.
In den NYSE Regeln für gelistete Unternehmen heisst es in Rule 202.05 Timely Disclosure of Material News Developments:

A listed company is expected to release quickly to the public any news or information which might reasonably be expected to materially affect the market for its securities. This is one of the most important and fundamental purposes of the listing agreement which the company enters into with the Exchange.

A listed company should also act promptly to dispel unfounded rumors which result in unusual market activity or price variations.

Gemäss den Bundesbhörden sei die Platform sei in der Lage in äusserst kurzer Zeit auf schnell aufeinanderfolgende Kursentwicklungen zu reagieren. Dazu benutze sie „geheime mathematische Formel“ um der Firma hohe Gewinne zu ermöglichen.

Ein Goldman Sachs Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen. Die Reuters Story gibt’s hier.

Es folgt die Klageschrift (criminal complaint) des FBI:

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