Gleich zwei Mal Nestlé

Da wird man ja förmlich gezwungen, was dazu zu schreiben. Zuerst das, aus gutbürgerlicher Sicht, Positive. Die sda vermeldet via NZZ und andere Medien, das bei Studenten der Wirtschaftswissenschaften in der Schweiz Nestlé als Arbeitgeber ganz vorne liege. Dabei wird, wie üblich in Schweizer Medien, nichts zur Methodologie der Umfrage  gesagt oder zu detaillierteren Angaben verlinkt. Schweizer Journalisten gehen offenbar davon aus, dass man einfach so alles glauben kann, was einem die Agenturen so durch die Medienkanäle spülen. Man findet diese Meldung schön brav auf den zwei grössten Tageszeitungen der deutschsprachigen Schweiz, dem Tages Anzeiger (auch Tagi genannt) und der NZZ.

Diese Meldung wird aber gleich wieder relativiert, wenn man, diesmal nur im Tagi, liest, dass dies für einige Studenten an der Uni Zürich nicht gilt. Man kann nur vermuten, dass es sich dabei vermutlich nicht um Wirtschaftsstudenten handelt. Klar ist jedoch, dass sie Peter Brabeck, dem Verwaltungsratspräsidenten von Nestlé, keine Chance geben wollen, seine Philosophie an der Uni an die Studenten, bzw Studentinnen zu bringen. Die Gruppe “uni von unten” möchte Herrn Brabeck nämlich ins Wort fallen.

Die Kommentare zum Artikel, die bis 14:15 veröffentlich wurden gehen von “schmeisst die Studenten von der Uni” zu “gut das junge Leute eigene Ideen einbringen”. Lesen Sie mehr hier.

Zur Erinnerung Nestlé ist nicht nur diejenige Organisation, die uns KitKat kredenzt, sondern auch diejenige, die kritische Organisationen wie Attac bespitzeln lässt, wie swissinfo u.a. meldeten. Das Verfahren gegen Nestlé verlief selbverständlich im Sand.

Da versteht man natürlich, dass Studenten, die noch jung und auf Aktion aus zu sein scheinen, gerne bei einem Unternehmen anheuern, dass einen eigenen Geheimdienst hat. My Name is Pick, Möven Pick.

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