Es wurde noch nicht mal abgestimmt!

Und schon wird gefordert, die eigentlich für die Benutzung durch passaustellende Behörden gedachte biometrische Datenbank, die persönliche biometrische Daten, wie Fingerabdrücke, aller Schweizer Bürger enthalten soll, solle nun auch für die kriminalpolizeiliche Arbeit zur Verfügung stehen.

Es war ja klar, dass diese Forderung kommen würde und es ist zumindest ehrlich, dies vor der Abstimmung zu tun. Es ist in der Tat so, dass, wenn die Datenbank erstmal besteht, die Begehrlichkeiten von mehreren Seiten gross sein werden. Wo zieht man die Grenze?

Die Daten werden nicht nur auf dem biometrischen Pass – den man eigentlich nur braucht, wenn man in die USA reist – sondern auch auf der ID gespeichert sein werden. Diese muss man heutzutage wegen Schengen jederzeit auf sich tragen. Ob die Daten darauf wirklich sicher sind darf bezweifelt werden. Wir kennen ja die Informatik und ihre Sicherheit. Löcher gibt es immer wieder und auf Vorrat gespeicherte Daten werden auch irgendwann einmal für Zwecke verwendet, für die sie nie gedacht waren und an welche man nicht einmal gedacht hat.

Es steht dann zu befürchten, dass die Beweiskraft von Fingerabdrücken irgendwann gegen null streben wird. Schon weil IDs doch ab und zu verloren werden und sich interessierte Kreise sicherlich die notwendigen technischen Geräte besorgen können, um die Daten auszulesen und weiterzuverwenden. Damit wäre die Einführung dieser Datenbank für die Strafverfolger zum Eigentor geworden.

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