Richter bezeichnet Credit Suisse als "räuberisch"

Die Credit Suisse AG, die einem luxeriösen Ski -und Golf Resort für die Überreichen 375 Mln $ geliehen hatte, wurde von einem Konkursrichter als Gläubiger hinter alle anderen zurückgestuft, nachdem dieser zum Schluss gekommen war, dass das Darlehen „räuberisch“ gewesen sei.

„Die einzig plausible Erklärung für das Verhalten der Credit Suisse ist, dass diese einfach nur durch die Gebühren, die beim Abschluss des Darlehens verrechnet werden konnten, motiviert wurde, ungeachtet der Konsequenzen.“

meinte der Richter am Bundeskonkursgericht im Bezirk Montana.

Offenbar hat die Credit Suisse das Darlehen gewährt, ohne vom Yellowstone Club geprüfte Abschlüsse verlangt zu haben. Die Gebühren beliefen sich überigens auf 7.5 Mln $, das Darlehen wurde an Investoren weiterverkauft, für welche die Credit Suisse nun als Vertreter fungiert. Ob sie das gegen oder ohne Gebühren tut wissen wir allerdings nicht.

Erstaunlich ist auch wie die Gebühr ausgehandelt wurde: Credit Suisse verlangte ursprünglich 3%, der Yellowstone Besitzter Timothy Blixseth wollte aber auf 2% herunterhandeln. Die Differenz wurde durch einen Münzwurf bereinigt. Timothy hat gewonnen.
Dafür muss man natürlich Millionen-Boni zahlen, damit diese „Talente“ auch wirklich bei der Firma bleiben.

Auf der Mitgliederliste dieses Clubs stehen oder standen übrigens so illustre Namen Bill Gates, Peter Chernin (News Corp. President), Barry Steinlicht (hotlier), Todd Thomson (ehmaliger Privat Banken bei Citigroup).

Yellowstone hatte auch einen prominenten frühzeitigen Investor, nämlich Gregg Lemond der erste Amerikaner, der die Tour de France gewann. Dieser verklagte Tim Blixseth im Jahre 2005 und bezichtigte ihn 209 Mln $ eingesackt und damit andere frühzeitig Investoren ausbezahlt zu haben.

Quellen: Reuters, Bloomberg

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