Schweiz rutscht in Deflation

Beobachten sie die Schweiz genau. Es steht an der Schwelle zur Deflation, als erstes westliches Land erliegt die Schweiz der “japanischen Krankheit,” meint der Telegraph.

Er meint weiter, dass “die Schweizer Konsumentenpreise um 0.4% (im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr) gefallen und der CPI bis July bei mindestens minus 1% liegen werde. Damit gelange man an den pscychologischen Wert, an dem sich das Ausgabeverhalten der Konsumenten ändern werde.

“Das ist etwas, dass wir mit allen Mitteln verhindern müssen. Die gegenwärtige Situation is ausserordentlich ernst,” meint Philipp Hildebrand, Mitglied des Direktoriums der Schweizer National Bank SNB.

Die SNB kriege nicht leicht Angst, meint der Telegraph weiter. Die SNB sei der Gradmesser für andere Banken und Träger der montären Flamme. Jedoch hätten die harten Männer der SNB das  Regelbuch weggeworfen und in einer Notfallaktion den Wert des Schweizer Franken zu senken. Andere Länder könnten diesem Beispiel folgen. Natürlich bestreite die SNB, eine solche Politik, die auch unter der Bezeichnung ‘beggar-thy-neighbour’ bekannt ist, zu verfolgen.

Der Leckerbissen kommt am Ende des Artikels:

Die Schweizer Banken haben ein zu hohes leverage Verhältnis. Darlehen an ’emerging markets’ betragen 50% des GDP (die Hälfte davon in Ost Europa). Das Bankgeheimnis stirbt. Glücklicherweise für die Schweizer, haben sie netto 700$ Milliarden in ausländischen Anlagen für schlechte Zeiten angehäuft. Das verarmte Grossbritannien hat weniger Glück. Aber das ist eine andere Geschichte. Was nun auf dem Spiel steht ist das Deflationsspiel, das weltweite weitergeben des Päckchens.  Das Wirtschaftsestablishment wurde von 2003 bis 2007 auf dem falschen Fuss erwischt, als es das unausgewogene Verhältnis Asiens zu Europa, dass die Kreditblase fütterte, übersah.

Es könnte wieder auf dem falschen Fuss erwischt werden, wenn die selbe verwickelte Struktur zu einer Kette von (panikartigen) Abwertungen führt.

Geniessen Sie diesen Frühling die “Bären-fallen” Rally an globalen Börsen. Aber vergessen Sie dabei nicht, dass wir nur gerade eben den Anfang der Massenentlassungen und der menschlichen Härten diese Abschwungs gesehen haben. Die Politiker werden handeln um ihre Haut zu retten. Die Märkte werden die Resultate aber nicht notwendigerweise goutieren.

Nun, Ementhaler meint, dass wir von der SNB immerhin bestätigt bekommen haben, dass die UBS nun wieder flott ist. Dank der Übernahme des Sondermülls durch die SNB und nun wieder Superlöhne an diese “Talente”, die uns dies einbebrockt haben, zahlen kann.

Meiner Meinung nach wird die Schweizer Bevölkerung hier von den Banken verraten, verarscht, belogen und verkauft. Die Politiker stehen blöd da, wie das Reh im Scheinwerferlicht und die Medien verpennen diese Story. Headline der NZZ heute nachmittag: WHO und die hochgehypte Heini-Grippe.

Meine Herren, diese Grippe interessiert im Moment nun wirklich keine Sau! Das könnt ihr dann wieder bringen, wenn’s wirklich ernst wird. Bis dahin ist es nur ein billiges Ablenkungsmanöver um die Leute zu verängstigen.

Advertisements

One thought on “Schweiz rutscht in Deflation

  1. Pingback: SNB interveniert am Geldmarkt « Nullpunkt Feld

Comments are closed.