Banken benutzen Lebensversicherungen um Boni zu finanzieren

In einem Artikel im WSJ liest man heute, wie Banken mit einer wenig bekannten Taktik die Boni, verzögerten Lohn und Pensionen ihrer Topmanager finanzieren: Sie lösen Lebensversicherungspolicen auf das Leben der Angestellten mit einem Manager als Begünstigten.
Diese profitieren nun direkt vom Tod ihrer Angestellten und Pensionäre, indem sie Geld ausgezahlt erhalten, sobald einer davon das zeitliche segnet.

Anscheinend geht die Praxis schon länger so und ist auch nicht nur auf Banken beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf tausende weitere Unternehmen, wie z.B. American International Group Inc., Fannie Mae, Freddie Mac, Kimberly-Clark Corp. and Tyson Foods, Inc.
Es geht hier bei den Banken durchaus um eine beträchtlich Summe, nämlich rund 123 Mrd $.
Dies wirft sofort die Frage, ob wohl jemand, und wenn ja wer, auf diese Weise vom Tod der Menschen im WTC am 9-11-01 profitiert hat, während die Familien der Angehörigen lehr ausgingen? So krank, wie dieses System ist, muss man fast davon ausgehen, dass dem so ist.

Wir kennen nun auf jeden Fall einen weiteren Grund, warum die Versicherungskonzerne nun ebenfalls Staatshilfe vom U.S. Treasury TARP Programm beanspruchen dürfen: Damit werden die Boni-Ansprüche der Bankenmanager abgesichert.

Das ganze ist eine Sauerei. Nicht so sehr wegen den Boni selbst – vielmehr haben die Manager so  einen sehr hohen Anreiz das Leben ihrer Angestellten zu missachten und zu verkürzen. Kränker geht’s wirklich nicht und historische Vergleiche drängen sich hier förmlich auf.

Es wäre auch nicht wirklich eine Überraschung, wenn dies in der Schweiz von den hier ansässigen Multis auch so gehandhabt würde.

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