EZB Personal führt Streik durch

Offenbar macht die Krise auch vor der Europäischen Zentralbank (ECB) nicht halt. Kürzlich hat diese die Pensionspläne der Mitarbeiter angepasst, was für diese einen kräftigen Einschnitt von minus 20% bedeutete.

Kritisiert werden nun von der Gewerkschaft, International and European Public Services Organization (IPSO), welche sagt sie vertrete 38% der Festangestellten Mitarbeiter, nicht nur dieses Vorgehen sondern auch die Arbeitsverträge allgemein, die, so IPSO, eine dynamische Referenzklausel enthielten, welche der EZB jederzeit erlaubt, abrupte Änderungen in Gehalt und Entschädigungen der Mitarbeiter vorzunehmen.

Die EZB betreibt zusammen mit den 16 ihr angeschlossenen Zentralbanken die Zahlungssysteme, über die die Kapitalmärkte ihre Transaktionen abwickeln. Ein längerer Unterbruch wäre für die Kapitalmärkte katastrophal.
Die EZB meint sie habe für den Fall eines Streiks einen Notfallplan und könne den Betrieb der Zahlungssysteme aufrechterhalten.

[Quelle: WSJ]

Das WSJ scheint hintendrein zu sein und bezieht sich auf einen am Mittwoch geplanten Streik. Der hat aber mittlerweile bereits statt gefunden und sei, wie die EZB schreibt,  ohne Probleme von statten gegangen. Zwischen 16:00 und 17:30 hätten von den 1600 Angestellten rund 200 am Streik teil genommen. Die EZB Funktionen seien nicht beinträchtigt gewesen.

Wenn nicht mal mehr diejenigen, die den EURO drucken genug Geld haben, wissen wir, dass es um die Wirtschaft schlimmerstehen muss als man uns kommuniziert, oder ist das einfach ein Zeichen, dass die EZB sich nicht genötigt sieht, Talente mit angemessenen Löhnen anzuziehen und zu behalten. Demnach arbeiten bei der EZB wohl nur Untalentierte.

Die Banken, die die EZB beaufsichtigen soll, wollen sicher das dies so bleibt.

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