Nochmals Dark Pools

Das Problem with dark pools hatte ich in einem früheren Artikel dargelegt. Dazu ein paar weitere Details.
Ein Artikel im WSJ vom August 2008 zeigt auf, dass dark pools nicht so dark sind, wie man glauben könnte:

Say, for example, a mutual fund wants to buy a big block of shares and places an order in a dark pool. Unlike on a traditional exchange, nobody can see that order until they match it – at least in theory.In most pools, the order will be executed piecemeal, broken up into 100-share chunks until such time as a big block of shares goes up for sale. That’s why gamers often “ping” a pool, sending in a rapid succession of small-lot offers to see if there’s a buyer out there taking the bait. In the same way a shark senses the presence of big prey from small blotches of blood, the pinging can tell a gamer that there’s a big buy order in the dark pool. By buying up stock in a series of small lots, the predatory trader will replicate the block in their own portfolio, driving the price up with each trade. Once the gamer has accumulated a block, they turn around and offer it for sale at the peak price, gouging a profit from the buyer.

Dark pools werden von immer mehr Börsen, Investmentbanken und auch von Unabhängigen angeboten.
Dies führt zu einer Fragmentierung des Marktes, oder der Liquidität, und bereits sind Bestrebungen von Börsen im Gange, diese verschieden dark pools den eigenen Kunden zugänglich zu machen.
So bietet zum Beispiel BATS einen dark scan an, der andere dark pools absucht(!) und Turquoise bietet gem. Economist, einen Agregator an: Weiterlesen

Die Angaben der SIX zum Dark Pool

Die SIX hat ein paar Fragen beantwortet, die sich ich in Zusammenhang mit dem Swiss Block, dem Dark Pool der SIX gestellt habe.

Sehr geehrte Frau Hamilton

Unsere Antworten in blau finden Sie untenstehend. [Anm. Antworten der SIX sind in Bold-Italic]

Beste Grüsse, Werner Vogt

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From: zeropointfield[at]ymail[dot]com
To: Vogt Werner
Subject: Re: Block Trading

Guten Tag Herr Vogt,

besten Dank für Ihre Antwort. Ein paar Fragen wurden damit beantwortet, andere hingegen nicht. Zudem ging mir folgendes durch den Kopf:

(1) zu How to apply
a) Da die SIX in der Schweiz liegt (dachte ich) wäre Schweizer Recht anwendbar. Wozu braucht es zusätzliche Vereinbarungen für andere Jurisdiktionen?

Ich weis leider nicht, wie sie auf andere Jurisdiktions kommt
[Anm. ZPF: Steht so in der Direktive 21]

b) Das NYFIX agreement wird wohl kostenplichtig sein? Ist der Text solcher agreements standard (gerne würde ich den lesen) oder individuell pro client?

Prinzip der Gleichbehandlung
Agreement ist für Members zugänglich

(2) zu Conditional orders:

a) Ein matching cycle ist bei der SIX wie lange? Liegt der im microsekunden Bereich

Der reine cycle liegt im microsekunden Bereich. Varriert aber bedingt durch die Anzahl Aufträge die miteinander gematched werden. Weiterlesen

296 Billionen

Bei dieser Zahl handelt es sich nicht um die Distanz Erde-Saturn sondern um den Nominalwert der ausstehenden Derivative.

Dabei sind es fünf Firmen die 80% dieser Derivative in ihren Büchern haben: JP Morgan Chase, Bank of America, Goldman Sachs, Citigroup, and Morgan Stanley.

Dies geht aus einem letzte Woche veröffentlichten Fitch Ratings Report hervor.

Und das meiste davon wird wohl wertlos sein (Derivative), da dürfte das FED mit Geld drucken wohl demnächst nicht mehr nachkommen.

[Quelle: CFO.com]

Weitere Details zum Dark Pool der SIX

Ich wollte es nach meinem Beitrag vom 22.7.2009 noch ein bisschen genauer wissen und habe bei der SIX nach dem dark pool gefragt:

Guten Tag liebe SIX Mitarbeiter,
ich würde gerne mehr wissen über die dark pools an der SIX.
Das factsheet zum Swiss Block habe ich gelesen, es besagt aber nicht sehr viel und leider konnte ich weder Regulierungen, Richtlinien oder andere Unterlagen zu diesem Thema finden.
Deshalb meine ersten Fragen an sie:
Wieviele dark pools gibt es an der SWX, wer führt/bzw. kontrolliert diese,und welches sind die Teilnehmer, Volumen, Umsätze, etc.
Können Sie mich auf eine detailliertere Beschreibung der Funktionsweise dieser dark pools an der SWX verweisen, die ich konsultieren könnte?Besten Dank für die Informationen
A. Hamilton
https://nullpunktfeld.wordpress.com
http://zeropointfield.wordpress.com

Freundlicherweise hat die SIX auch geantwortet (Hervorhebungen meine): Weiterlesen

Der Dark Pool der SWX

In Ergänzung zum Beitrag über dark pools und deren funktionsweise hier einige Details zum dark pool der SWX, genannt Swiss Block. Anmerkung: Die SWX nennt sich seit kurzem SIX Swiss Exchanget.

Die SIX beschreibt ihren dark pool in einem Dokument so (für eine Erklärung zu dark pools bitte dem Link oben folgen und Beitrag lesen):

SIX Beschreibung von Swiss Block

SIX Beschreibung von Swiss Block

Speziell interessant sind die Punkte ‚Minimale Informationsverbreitung‘ und ‚Besserer Preis‘.

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Breaking News: Trading Code aufgetaucht

Dem Vernehmen nach, genauer gesagt gemäss Bloomberg, ist der Goldman Sachs Programm-Code den Sergey Aleynikov, wie dieser sagt, irrtümlich auf einen externen Server geladen hat, bei einem hosting Unternehmen im Vereinigten Königreich aufgetaucht.

Das Unternehmen, mit Namen xp-dev.com hat inzwischen bereits Besuch von den zuständigen britischen Behörden gekriegt, so Roopinder Singh, der Inhaber von xp-dev.com. Der Betrieb des Hosters war zwischenzeitlich eingestellt, der Dienst ist aber jetzt wieder verfügbar.

Pikante Details wie diese hier machen das Leben interessant: Roopinder Singh arbeitet(e) als Entwickler für die Royal Bank of Scotland und für die Investment Bank Dresdner Kleinwort. Leztere gehört zum Versicherungskonzern Allianz.

Roopinder Singh auf Linked-in

Roopinder Singh auf Linked-in

Honi soit qui mal y pense

Empfehlenswert auch das Bloomberg Interview von Jonathan Weil:

(hat tip Zero Hedge)