Oman hebt Spionagenetzwerk aus

Verschiedene Agenturen haben es bereits gemeldet: Oman hat nach eigenen Angaben ein von den Vereinigten Arabischen Emiraten geleitetes Spionagenetzwerk ausgehoben. Hier nun die Meldung in den omanischen Medien, Al Schabiba:

Gemäss einer offiziellen Quelle der Sicherheitskräfte ist es den Sicherheitskräften durch den Willen des allmächtigen Allahs und die Anstrengungen der loyalen Bewohner dieses Landes gelungen ein Spionagenetzwerk der Sicherheitskräfte der Vereinigten Arabischen Emirate zu entdecken, welches es auf die Regime in Oman und die Funktionsweise von Regierung und Militär abgesehen hatte. Die Angeklagten werden gemäss den geltenden Gesetzen vor Gericht gebracht.

Allah beschütze den Maulana, seine Majestät den Sultan und unser geliebtes Oman vor den Händen derer die missbrauchen und Schade. Er ist der beste Schutz und Verteidigung.

Übersetzt von Google Translations und mir.

Die Vereinigten Arabischen Emirate streiten natürlich alles ab. es gibt aber Spekulation, dass die VAE an den Beziehungen Oman-Iran, die gut und relativ eng sind, interessiert sein könnte. Diese Beziehungen zu stören dürften allerdings auch andere ein reges Interesse haben.

Advertisements

Chefs wollen nicht für Mobilität bezahlen

Le Matin Dimanche:

Pendler könnten demnächst 50% mehr als heute ausgeben ohne dass ihnen ihre Firmen dabei unterstützen werden.

Die Pendler zittern seit Doris Leuthard ankündigte, dass sie in Zukunft mehr ausgeben müssen um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Bis 50% mehr um die Infrastrukturen zu finanzieren. Ein Vorschlag der die Fédération romande des consomateur erschüttert, welche bereit ist auf die Barrikaden zu steigen und die mit Ideen aufwartet: Die Chef sollen zusammen mit ihren Angestellten die Mobilität finanzieren, von der sie letztendlich profitieren.

“Kommt nicht in Frage”, sagen die Arbeitgeber. “Es ist nicht der Fehler des Angestellten, wenn er keine Wohnung am Arbeitsplatz findet, das ist aber auch nicht der Fehler der Chefs”, meint Blaise Matthey, Direktor der Fédération romande des entreprises, welcher auf die Wohnungsprobleme in den grossen urbanen Zentren verweist.

Äh, es ist wohl der Fehler der Arbeitgeber, welche ihre Firmen alle in die eh schon überlasteten Ballungszentren verlegen, und von ihren Arbeitern verlangen, alle müssten um die gleiche Zeit zur Arbeit erscheinen. Die Züge und Strassen sind nämlich regelmässig nur zu bestimmten Zeiten überlastet, ausserhalb dieser “Rush-Hours” gibt’s genügend Kapazität, zudem gibt es Strecken, die nicht ausgelastet sind und nicht rentieren.

Es sind also die Arbeitgeber für diese Kosten verantwortlich sind und gleichzeitig fette Gewinne einstreichen, die zu einem grossen Teil eben gerade dieser Infrastruktur zu verdanken sind, für die sie nicht aufzukommen gedenken. Nach dem Verursacherprinzip müssten sie also dafür auch bezahlen, müsste  man meinen.

Wenn Novartis unbedingt mitten in Basel seinen Firmensitz haben will, muss die Firma auch für die Infrastruktur aufkommen die dazu nötig ist um die Gewinne dieser Firma zu ermöglichen.

Der Herr Doktor Vasella, um nur ein Beispiel zu nennen, strich für das Jahr 2009 einen Bonus von 20 Millionen CHF ein, das ergibt – beim heutigen Preis – 6212 Generalabos 2. Klasse, oder 3980 Generalabos 1. Klasse. Da gäbe es durchaus Raum für ein paar Beiträge des Arbeitgebers an die Mobilitätskosten der Arbeitnehmer.

Natürlich ist es der Wirtschaft lieber, die Öffentlichkeit bezahlt die satten Gewinne und Boni von ein paar privilegierten, das ist schon klar. Es wird auch gleich klar ist auch wo die eigentlichen Sozialschmarotzer zu finden sind.

 

 

US Diplomat erschiesst in Pakistan zwei Menschen

Zunächst der aktuelle Stand der Ereignisse in Lahore, Pakistan, via dawn.com:

ISLAMABAD: Die Vereinigten Staaten verlangten am Samstag die umgehende Freilassung eines US Diplomaten, der wie sie behaupten illegal durch pakistanische Behörden in Lahore festgehalten werde, so die Botschaft in Islamabad.

Der Mann, der vorgängig als Angestellter des Konsulats bezeichnet wurde, wird in Polizeigewahrsam festgehalten, aufgrund einer Schiesserei in deren Verlauf zwei Männer getötet wurden, dies angeblich in Selbstverteidigung.
[…]

Der Mann, mit Namen Raymond Davis wird vom US Aussenministerium als US-Amerikanischer Zivilist der für das US-Konsulat in Lahore bezeichnet und wird auf der Polizeiwache wegen zweifachen Mordes an zwei Motorradfahrern festgehalten.

Ein dritter Pakistan wurde durch einen Konsulatswagen zu Tode gedrückt der Davis nach der Schiesserei in einer belebten Strasse im Osten der Stadt zu Hilfe eilte.

Nach US-amerikanischen Mainstream Medien war dies ein bewaffneter Raubüberfall und kein Mord sondern Selbstverteidigung. Vielleicht. Vielleicht ist der Fall aber auch ein wenig komplizierter, wie Veterans Today schreibt:

Gemäss der pakistanischen Regierung reiste Davis in den letzten 18 Monaten insgesamt 9 Mal ein und aus, meist nach/von Afghanistan.

Davis, der ein gemietetes Auto mit falschen Kontrollschildern und voll mit geladenen automatischen Waffen und modernem israelischer Überwachungsgerät, war nach Mozang Chongi, ein Markt Distrikt in Lahore, welcher schon öfters der Ort von Terroranschlägen war unterwegs. Lokale Einwohner verdächtigen US-amerikansische Contractors, wie Davis einer ist, bei diesen Bombenanschlägen eine Rolle gespielt zu haben und gingen nach Berichten, dass Davis freigelassen werden solle auf die Strasse.

Zeugen sagen aus, dass Davis einen Motoradfahrer, Ibadur Rahman, ein ortsansässiger Händler, überfuhr und tötete und durch den dichten Verkehr zu fliehen versuchte. Zwei Zeugen blockierten seinen Weg und stiegen von ihren Motorrädern und näherten sich dem Wagen. Einer soll eine Waffe mit Bewilligung getragen haben, aber dies wird bestritten.

Davis, unter Beihilfe eines Sicherheitsteams in einem Verfolgungswagen, erschoss die beiden Zivilisten.

Das US-Konsulat behauptet, Ibadur Rahman sei in Wirklichkeit anderswo von einem Konsulatswagen mit diplomatischen Kontrollschildern überfahren und getötet worden. Zeugen und die Polizei bestreiten dies.

Das US-Konsulat charakterisiert den Zwischenfall als versuchten Raub, was Polizei und Zeugen aber ebenfalls bestreiten.

Es gibt eine lange Geschichte von bitteren Gehässigkeiten zwischen Polizei und Sicherheitskräften in Pakistan, welche sich schon lange über US-amerikanische “black ops” [Anm. verdeckte Operationen] von Kontraktoren die in Pakistan operieren beklagt haben.  Im Juli 2009 wurden vier US-amerikansiche Sicherheitskontraktoren mit sowohl Waffen als auch Sprengstoff  in der Nähe von Kahuta, Pakistan, ausserhalb einer Anlage die Nuklearwaffen entwickelt verhaftet.

Wie es scheint sind hier dunkle Kräfte am Werk die den Terror selber fabrizieren den sie zu bekämpfen vorgeben? Könnte sein, wer weiss, wer weiss.
Einfach trauen kann man US-Amerikaner jedenfalls nicht (mehr) und zuzutrauen wär’s ihnen allemal.

China blockt Suchbebriff Ägypten

Gemäss Al Jazeera (Englisch) blockiert China das Wort Ägypten auf seinem eigenen, twitterähnlichen microblogging services Sina. Wer nach dem Begriff suche, erhalte die Nachricht “Gemäss den anwendbaren Gesetzen, Regulierungen und Policies werden die Suchergebnisse nicht angezeigt”, so Al Jazeera.

Das ist verständlich. Den Chinesen könnten sonst noch Ähnlichkeiten auffallen zwischen den Zuständen in Ägypten und ihrem eigenen Land, bezüglich korrupter Eliten und so.

Zum Twitter chinois geht’s hier, Chinesisch Kenntnisse sind von Vorteil!

Ob noch andere Sites von der Zensur betroffen sind, ist mir zur Zeit nicht bekannt.

 

 

Schweiz bereit in Pakistan zu investieren

Der schweizer Botschafter in Pakistan, Christoph Bubb meint, dass die schweizer Wirtschaft bereit sei, weitere Investitionen in Pakistan zu tätigen. Aus einem Artikel von The Nation, Pakistan:

LAHORE – Der schweizer Botschafter in Pakistan, Christop Bubb, sagte dass die schweizer Wirtschaftsgemeinde bereit sei weitere Investitionen in Pakistan zu tätigen ungeachtet der Tatsache, dass die Schweiz bereits einer der grössten Investoren in Pakistan sei.
Der schweizer Botschafter hielt am Freitag eine Rede bei der Lahore Handels- und Industriekammer (Lahore Chamber of Commerce and Industry, LCCI). LCCI Präsident Ali Malin, Senioer Vice President Mohammad Arshad and Vice President Sohail Azhar sprachen ebenfalls an dieser Veranstaltung.

Der schweizer Botschafter war der Ansicht, dass die Schweizer Regierung alle Anstrengungen unternehme um die pakistanisch-schweizerischen Handelbeziehungen zu stärken.
Er meinte dass es zahlreiche Sektoren gebe in welchen ein grosses Potential für schweizer Geschäftsleute bestehe, besonders beim Technologietransfer und im Textilsektor. Er meinte auch, dass einige schweizer Firmen bereits erfolgreich in Pakistan operierten und geschäfteten, was genug sei um zu beweisen dass schweizer Investitionen eine helle Zukunft in diesem Land hätten. Der Botschafter gab auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass schweizer Investitionen in den nächsten Monaten dank der liberalen Investmentpolitik stark zunehmen würden.

[…]

Man hätte sicherlich auch noch andere Sektoren erwähnen können, wie zum Beispiel Rüstungsgüter, schliesslich ist Pakistan ein Grossabnehmer von schweizer Waffen.

Pakistan scheint sich nicht nur bei der Schweiz zunehmender Beliebtheit für wirtschaftliche Investitionen zu erfreuen, auch für Frankreich ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Pakistan ‘eine Priorität‘ .

Drogenschmuggel auf Argentinisch

Wie es scheinen mag, sind in Argentinien sowohl Militärs als auch Politiker in grossem Stil in Drogenschmuggel und -handel verwickelt.

Da ist zum einen der in Le Matin beschriebene Fall des argentinischen Abgeordneten, der auf seinem Grundstück einen versteckten Flugplatz zum schmuggeln von Drogen unterhielt und bei sich zu Hause 700 Kilogramm Kokain aufbewahrte.

Zum andern macht ein Fall Julià in Argentinien Schlagzeilen. Kürzlich, am 2. Januar 2010, wurde in Spanien ein Flugzeug der argentinischen Luftwaffe kontrolliert und, voilà, 944 Kilogramm Kokain wurden gefunden. Natürlich waren die Gebrüder Julià – die das Flugzeug flogen – Einzeltäter und ‘die argentinische Luftwaffe hat damit nichts zu tun’. Man kann das glauben oder nicht, die argentinische Justiz glaubt’s offenbar nicht und hat 18 Angehörige der argentinischen Luftwaffe zum Verhör aufgeboten.

Na, wenn schon Politik und Militär mit der Drogenmafia zusammenarbeiten sollte müsste man vielleicht das Schweizer Militär im Kosovo ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen, wer kontrolliert die eigentlich? Weit hergeholt? Nicht wenn man die Geschichte von Xhavit Haliti betrachtet der anscheinend über gute Kontakte zur Schweizer Politik unterhält.