Whistleblower gefährlicher als Spione?

So jedenfalls sieht es das US-amerikanische Justizministerium. In einer Eingabe betreffend den Fall Jeffrey Sterling schrieb das DoJ (via Daily Kos):

Die unautorisierte Veröffentlichungen des Angeklagten … kann als schädlicher angesehen werden als der typische Spionagefall in dem ein Spion geheime Informationen für Geld verkauft.

Die Einschätzung ist zugleich interessant und vielsagend, bringt sie doch den Geisteszustand der amerikanischen Regierung und deren Einstellung zum eigenen Volk ans Licht.

Für die US-amerikanische Regierung geht die Gefahr heutzutage offenbar nicht mehr von einer feindlichen Nation aus, sondern vom eigenen Volk! Diese Weltanschauung braucht offensichtlich dringend einen neuen Feind, warum also nicht das eigene Volk? Zweifel daran, dass es sich hierbei in der Tat um einen Klassenkampf handelt, dürften somit ausgeräumt sein.

Dem Verfahren gegen Jeffrey Sterling könnte Modellcharakter zukommen im Hinblick auf ein mögliches Verfahren gegen Julian Assange, so meint Press TV.

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