Globales Bevölkerungswachstum und natürliche Ressourcen

Auch wenn die gegenwärtigen Preiserhöhungen der Lebensmittel und Rohstoffe nicht das Bevölkerungswachstum zur Ursache haben, sondern durch die durch das billige Geld des Fed ermöglichte Spekulation verursacht wurden, zeigt es doch deutlich auf, wohin die Welt driftet, wenn nicht mehr genügend Ressourcen für alle Bewohner da sind.

Dabei gibt es schon seit einiger Zeit Warnungen. Im Jahre 2005 warnte der Guardian:

Die menschliche Rasse lebt über ihre Verhältnisse. Ein Bericht der von 1’360 Wissenschaftlern aus 95 Ländern getragen wird – einige davon sind weltweit führend auf ihrem Gebiet – warnt heute, dass beinahe zwei-drittel des natürlichen Systems, dass Leben auf der Erde ermöglicht durch menschlichen Druck beschädigt.

[…]

„Menschliche Aktivität setzt die natürlichen Funktionen der Erde dermassen unter Druck, dass die Fähigkeit des Ökosystem des Planeten zukünftige Generationen nicht länger als gewährleistet angesehen werden kann“, sagt der Bericht.

Der „Living Planet Report 2010“ des WWF schlägt in die selbe Kerbe:

Die Menscheit braucht eineinhalb Mal so viele Ressourcen, wie die Erde auf die Länge bieten kann. Das ist die wichtigste Aussage des Living Planet Report, des umfassendesten Berichts zum Zustand der Erde.

Die Probleme sind also seit längerem bekannt. Trotzdem besteht kein Grund hier auf Panik zu machen und nach Geburtenkontrolle, ein-Kind-Familie oder ähnlichem zu schreien. Ein Blick nach Japan zeigt uns auf warum: Das Problem wird sich innerhalb von hundert Jahren auf natürliche Weise selbst regeln.

Basierend auf den Zahlen der Volkszählung der japanischen Bevölkerung des Jahres 2000 erstellte das „The National Institute of Population and Social Security Research“ folgende Langzeitprognose:

 

Bevölkerunswachstumsprognose Japan bis 2100 (Auf's Bild klicken für grosse Ansicht)

Im schlechtesten Fall sinkt die japanische Bevölkerung bis 2100 um ein Drittel und im besten Fall um 60 Prozent. Das Problem wird sich also von selbst auf natürliche Weise entschärfen und ganz lösen, wenn man die Natur machen lässt.
In einigen westlichen Ländern sieht die Situation ähnlich aus, der Unterschied ist jedoch, das viele westliche Länder glauben, sie bräuchten Zuwanderung um konkurrenzfähig zu bleiben. Ein Grundfehler.

 

Man sieht aber klar wo das eigentliche Problem liegt, nämlich an unserem unantastbaren – weil es scheinbar das beste jemals erfundene sein soll – kapitalistischen Wirtschaftssystem, das ohne Wachstum nicht auskommt und immer neue Konsumenten braucht, die noch nicht bis über beide Ohren verschuldet sind. Weil praktisch alle Märkte bereits erschlossen sind, muss die Bevölkerung wachsen um noch Wachstum zu erhalten.

Wollte man das Problem der schwindenden Ressourcen bei gleichzeitig wachsenser Bevölkerung wirklich nachhaltig angehen und zum Wohle aller lösen, würde man es wohl am bestehen im Kern tun und den Kapitalismus abschaffen.

Ich mein ja nur…

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Ein Gedanke zu „Globales Bevölkerungswachstum und natürliche Ressourcen

  1. Hmm, sehe ich nicht ganz so. Anhimmelung des Konsums gab es auch im Sozialismus. Durch den höheren Altersdurchschnitt stehen eben nicht nur weniger Konsumenten zur Verfügung, sondern auch weniger Produzenten, die für sich, Kinder und alte Leute die Arbeit machen müssen. Das hat erstmal nichts mit Kapitalismus zu tun. Anders sieht es vielleicht bei der Verteilungsfrage aus, auch bei solchen Dingen wie Vereinzelung der Menschen.

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