Firma von Saad Hariri in Betrugsskandal verwickelt

Saudi Oger

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Die saudische Firma Oger, welche seit 1996 vom früheren libanesischen Premierminister Saad Hariri geleitet wird, bestätigt in einen grösseren Betrugsfall betreffend Veruntreuung von öffentlichen Geldern von Saudi Arabien verwickelt zu sein.

Hariri sei es bei seinem letzten Aufenthalt in Saudi Arabien trotz Kontakten zu einer Anzahl saudischer Verantwortlicher nicht gelungen, die Äffäre aus der Welt zu schaffen.

Die Verantwortlichen von Oger sollen Verträge mit inkompetenten Subunternehmen abgeschlossen haben, die ihrerseits die Arbeit durch Dritten ausführen liessen. So soll zum Beispiel Oger einen  mit einer Firma, die angeblich im Bereich Elektronik spezialisiert war, einen Vertrag über 20 Millionen Dollar abgeschlossen haben. Da diese Firma in Wirklichkeit nicht auf dieses Gebiet spezialisiert war, vertraute diese die Arbeiten einer Dritten Firma an – für 4 Millionen Dollar. Der Rest des Geldes wurde unter den Direktoren von Oger, die den Auftrag an Land gezogen hatten, aufgeteilt.

Sieben Angestellte von Oger wurden von saudischen Behörden bereits verhaftet – etliche andere haben sich nach Libanon abgesetzt. Es soll sich bei ihnen um libanesische Staatsbürger handeln.

Oger ist eine saudische Unternehmung und weltweit einer der führenden Unternehmungen im Bereich Konstruktion. Ihre 60’000 Angestellten aus 70 Ländern sind präsent in Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Oman wo sie an der Realisierung der  grössten Projekte beteiligt ist: Die Universtität Al Ain (300’000 m2), Finanzzentrum von Abu Dhabi (500’000 m2), König Adbullah Universität für Wissenschaft und Technologie 530’000 m2) und das Megaprojekt von Yabal Oma (1’200’000 m2).

Der Ruf der Firma Oger könnte durch diesen Vorfall erheblichen Schaden nehmen.

(Quelle: Al Manar-Spanisch)

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