US Geschäftsbeziehungen zum Gaddafi Klan

Wie sich herausstellt haben die US intensive Geschäftsbeziehungen zu Gaddafis Libien aufgebaut. US Firmen die in Libyen exponiert sind, sind u.a. Dow Chemical, Haliburton und Fluor.

Etliche US Firmen haben sich auch vehement dafür eingesetzt, dass Libyen für den ausländischen Handel und Investitionen wieder zugänglich wird, nachdem das Land seit 1988 – dem Attentat auf Pan Am Flug 103 – isoliert war.

Laut Lobbying Unterlagen des US Kongresses haben auch Occidental, Marathon, ConocoPhillips, Boeing, BP America, Caterpilar. Chevron USA, Fluor, Haliburton, Hess, Raytheon und Dow den Kongress und die US Regierung im Zusammenhang mit Libyen lobbyiert. (Quelle; US Today-Englisch)

Kurz vor dem Ausbruch der Unruhen genehmigte die US Regierung einen Waffendeal im Werte von 77 Millionen Dollar, der die Lieferung von 50 umgerüsteten gepanzerten Truppentransportern and Gaddafis Armee beinhaltete. Der Deal wurde allerdings nach Ausbruch der Unruhen storniert respektive suspendiert. Das war nur Monate bevor Präsident Obama Gaddafi zum Rücktritt aufforderte (Quelle: Army Times)

Im Jahre 2009 beschwerte sich der Libische Nationalkongress, eine Oppositionsgruppe, die wesentlich an der Organisation der Unruhen von 2011 beteiligt sein soll, und veröffentlichte ein vertrauliches Memo, dass eine geplante Kampagne beschrieb, die unter Mithilfe von bekannten Akademikern und Journalisten das Image von Libien in dne USA aufpolieren sollte.

Unter den Teilnehmern an dieser Kampagne befand sich auch der Bruder von John Negroponte, dem damaligen US National Intelligence Director.

Das Memo stammte von der Monitor Group, einer in Cambridge, Mass. beheimatete Consultingfirma. Das Dokument beschrieb wie gezielt auf wichtige Amerikaner, darunter Geschwister von ranghohen Regierungsangestellten, eingewirkt werden sollte, damit diese als Lobbyisten für das Gaddafi Regime dienen sollten.

Zwischen July 2006 und Juni 2007 sind insgesamt 12 Leute nach Libien geflogen, von denen manche danach alle Ebenen der US Regierung, speziell den Präsidenten (Anm.: Damals noch George W. Bush) und den Vizepräsidenten (Anm.: Richard Cheney, ehemaliger CEO von Halliburton).

Ebenso wurden Publikationen die diesem Zweck dienten im Wall Street Journal, der New York Times, der Washington Post, dem Economist, International Herald Tribune, Financial Times, etc platziert.

Libische Oppositionelle waren der Meinung, das dies das Gaddafi Regime gestärkt und der Opposition geschadet hat. (Quelle: World Tribune-Englisch, Huffington Post-Englisch)

Man sieht also, dass die USA in Libien vor allem ihre eigenen Geschäftsinteressen vertreten. Bestimmt werden sie darauf erpicht sein, dass bei einem allfälligen Regimewechsel die Geschäfte – und Profite – weitergehen. Eine Opposition, welche das nicht garantiert wird wohl kaum auf die Unterstützung der US Regierung rechnen können.

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