Massaker im Jemen – Sicherheitskräfte töten 50 Demonstranten

Verletzte in Jemen

Verletzte in Jemen

Nicht nur in Bahrain nutzen die Machthaber die Gunst der Stunde einer abgelenkten Öffentlichkeit, auch im Jemen hat sich der seit 32 Jahren regierende Präsident, Ali Saleh, entschlossen eine härtere Gangart einzuschlagen.

Al Jazeerah schreibt:

Mindestens 41 Menschen wurden getötet und Dutzende verwundet als die jemenitischen Sicherheitskräfte das Feuer auf die Demonstranten auf dem Universitätsplatz (Taghir Platz) in der Hauptstadt Sanaa eröffneten.

Die Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer um die Demonstranten daran zu hindern den, auf dem sie versammelt waren, Platz zu verlassen, berichteten Quellen. Ärzte meinten, dass die Zahl der Toten vermutlich noch steigen werde.

Zeugen meinten auch, dass auch pro-Regierung Schergen aus Häusern nahe des Universitätsplatzes eröffnet hätten.

Die Zahl der Verletzten liegt bei ca. 200.

An der Demonstration namen zehntausende Teil und verlangten den Rücktritt Salehs. Dieser zögerte nicht, die Demonstranten selbst für die Toten verantwortlich zu machen und verhängte den Ausnahmezustand über das Land. (Quelle: Al Jazeera-Englisch)

Al-Baida News schreibt, dass sich die Zahl der Opfer bisher auf 50 erhöht habe:

Mediziner bestätigten, dass die Gegend voller Körper von Toten und Verletzten war und dass sich mehr als 50 Verletzte in kritischem Zustand befänden mit Verletzungen am Kopf und am Oberkörper. (Quelle: Al Baida News-Arabisch, Übersetzt von Google und mir)

Der Westen lässt es hier wieder mal damit bewenden, dass er die üblichen Floskeln von sich gibt, von wegen ‚Konflikte müssten friedlich gelöst werden‘,’eine politische Lösung müsse gefunden werden‘, Anwendung von Gewalt wird verurteilt‘ etc.. Die Empörung begrenzt sich offenbar auf Libyen, wo man im übrigen genau das Gegenteil macht und auf die Karte massive Gewalt setzt.

Verlogen? Aber bestimmt.

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