Hugo Chávez: Kapitalismus hat Leben auf dem Mars beendet

Hugo Chávez

Hugo Chávez

«Dreht Hugo Chavez jetzt völlig durch?» fragte News.at und zitiert Hugo mit den folgenden Worten (20min.ch hat dieselbe Übersetzung):

“Ich habe immer gesagt und gehört, dass es nicht abwegig wäre, wenn es am Mars eine Zivilisation gegeben hätte. Aber vielleicht kamen dann der Kapitalismus und der Imperialismus und haben den Planeten vernichtet.”

Vergleichen wir dies mit der spanischen Orginalversion (Quelle: lanacion.com.ar, eluniversal.com)

“No sería extraño que en Marte haya habido civilización, pero a lo mejor llegó allá el capitalismo, llegó el imperialismo y acabó con ese planeta”

La Nación findet sogar Chávez befände sich im Delirium. El Universal äussert sich ähnlich und spricht von Halluzinationen.

Vergleichen wir dies mit der englischen Übersetzung von Fox News, auch nicht gerade Freunde von Chávez (Original finden sie hier):

“I would not be surprised if  a civilization had flourished on Mars, and capitalism arrived, and imperialism arrived and finished off the planet”.

Meine Übersetzung des spanischen:

“Es wäre nicht verwunderlich, wenn es auf dem Mars eine Zivilisation gegeben hätte, dann aber der Kapitalismus dort ankam, und der Imperialismus dort ankam und den Planeten zerstörte”

Übersetzt man die englische Version von Fox ins Deutsche kommt man auf die selbe Version wie meine.

Die deutschen Übersetzungen sind ein Beispiel dafür, wie man suggestiv übersetzen kann. Das wird besonders deutlich, wenn man den Satz im Zusammenhang hört:

Hugo Chávez spricht von Trink/Süsswasser, dessen Erhaltung und der Desertifiaktion auf der Erde und vergleicht das mit dem Mars und wird dann spekulativ als der die zur Diskussion stehende Aussage macht. Die Aussage stellt auch keine Behauptung, es sei so gewesen, dar sondern zeigt eine Möglichkeit auf, wie es gewesen sein könnte, eine Möglichkeit die er nicht für überraschend halten würde, wenn sie zutreffen würde.

Von Zivilisationen auf dem Mars haben schon andere gesprochen und spekuliert, daran ist nichts halluzinatorisches. Beweise gibt es dafür bisher allerdings nicht.

Auch wer von Wasser auf dem Mars spricht ist nicht im Delirium, das gibt es tatsächlich. Man geht davon aus, dass es früher wesentlich mehr Wasser gab.

Das Trinkwasser ein kostbares Gut ist und nicht verschwendet werden darf, sollte mittlerweile jeder begriffen haben. Was es bedeutet wenn man kein trinkbares Wasser hat, erfahren Millionen Menschen Tag für Tag. Auch die Rolle des Kapitalismus bei der Zerstörung der natürlichen Resourcen und des Lebensraumes der Menschen erfahren wir Tag für Tag. Man kann hier die Abfallberge, Umweltverschmutzung, Waldrodungen, Überfischung und Verseuchung der Meere und Gewässer und natürlich die Verstrahlungen anführen, die es nun auch dem letzten Skeptiker klar machen müssten, dass Kapitalismus eine zerstörische und keine kreative Kraft darstellt.

Aber man regt sich eben lieber über Chávez auf, als dass man sich der echten, von ihm angesprochenen, Probleme annimmt und diese angeht.

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