Human Rights Watch: Verletzte Demonstranten in Bahrain misshandelt, verschleppt

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Was schon länger bekannt war, ist nun auch westlichen Menschenrechtsorganisationen zu Ohren gekommen: In Bahrain werden Verlezte aus dem Krankenhaus heraus verhaftet, misshandelt und verschleppt. Teilweise wird ihnen jegliche medizinische Betreuung verweigert.

“Es gibt absolut keine Rechtfertigung jemanden nur deshalb zu verhaften, weil er während einer Demonstration verletzt wurde”, sagt Joe Stork, welcher bei HRW für den Mittleren Osten zuständig ist. “Es widerspricht sämtlichen Grundsätzen der Menschlichkeit Patienten der dringend notwendigen und manchmal lebensrettenden medizinischen Hilfe zu berauben und ihnen dadurch schweres Leid und möglicherweise irreparablen Schaden zuzufügen”.

Vor ein paar Tagen dokumentierte ABNA einen Fall, den ich in einem früheren Post erwähnte:

Am Donnerstag vor der Demonstration wurde ein weiterer Bahraini tot aufgefunden. Hani Abdul Aziz war von Sicherheitskräften aus dem Krankenhaus entführt worden und wurde am 24. März tot aufgefunden. Den Bildern nach zu schliessen, wurde er gefoltert und danach aus kürzester Distanz erschossen. (Quelle: ABNA-Englisch – Achtung: Photos stellen schwere Verletzungen dar)

An der Niederschlagung der friedlichen Proteste in Bahrain nehmen auch ausländische Sicherheitskräfte, namentlich aus Saudi Arabien, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten teil.

Die Sicherheitskräfte zielen meist auf Kopf-, Brust- und Bauchbereich, teils mit Scharfschützen aus einiger Entfernung, teils aus nächste Nähe. Entweder Schrot, Gummigeschosse oder scharfe Munition (Das al-Jazeera Video ist vom 17. Februar, aus der Zeit, als es noch möglich war ärztliche Hilfe zu kriegen):

Sie zielen auf den Kopf, hier bei einer Demonstration am 13. März 2011:

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