Delphin- und Schildkrötensterben im Golf von Mexico

Totes Delphinbaby, Februar 2011

Totes Delphinbaby, Februar 2011 (Klicken um zu vergrössern) Bildquelle: http://www.peachygreen.com

Seit ca. Mitte Januar dieses Jahres werden an der Golfküste der USA immer wieder tote Delphine angespült. Es handelt sich dabei sowohl um erwachsenen Tiere, als auch Babys und Totgeborene. Mittlerweile sind gegen 200 Kadaver angespült worden. Das ist weit über dem was normal ist.

Ob es einen Zusammenhang mit dem letztjährigen BP Öl-Unfall im Golf von Mexiko, wird vermutet, konnte aber bisher nicht nachgewiesen werden.

Mittlerweile wurde den untersuchenden Wissenschaftlern von der Regierung Obama ein Maulkorb verpasst: Sie dürfen keine Information aus der Untersuchung veröffentlichen oder diskutieren ohne vorher eine Genehmigung eingeholt zu haben. Als Begründung wird die laufenden Strafuntersuchung gegen BP angeführt, es scheint aber eher um Vertuschung zu gehen, denn offenbar werden die gesammelten Proben der Regierung übergeben und unabhängige Wissenschaftler kriegen diese gar nie zu Gesicht. (Quelle: Common Dreams-Englisch)

Es könnte ein Jahrzehnt dauern bis wir das wahre Ausmass des BP Unfalls erfassen können. Bisher durchgeführte Studien fanden, dass das Leben auf dem Meeresgrund verwüstet hat. Es wurden teilweise bis zu 10 cm dicke Schichten von toten Tieren und Öl auf dem Meeresgrund entdeckt. (Quelle: BBC-Englisch)

Tote Meeresschildkröte Golf von Mexico am 19.03.2011

Tote Meeresschildkröte Golf von Mexico am 19.03.2011 (Klicken um zu vergrössern) Bildquelle: huffingtonpost.com

Es sind aber nicht nur Delphine betroffen. In den letzten Wochen wurde auch eine ausserordentlich hohe Anzahl von Meeresschildkröten angespült.

Dabei ist zu beachten, dass nur ein kleiner Teil der toten Tiere angespült wird. Ein weitaus grössere Teil wird nie gefunden. Es wird geschätzt, dass bis zu 50 Mal mehr gestorben sind, als gefunden werden. (Quelle: Huffington Post-Englisch)

Die überwiegende Anzahl der Schadenersatzgesuche werden vom eigens dafür eingerichteten BP Fund, wegen ‚ungenügender oder fehlender Dokumentation‘ abgelehnt. Kevin Feinberg geht davon aus, dass die ursprünglichen 20 Milliarden Dollar mehr als ausreichend sein werden und allfällige nicht ausbezahlte Summen an BP zurück fallen werden. (Quelle: Guardian-Englisch)

Derweil gibt es für Kevin Feinbergs Firma eine Gehaltserhöhung um 400’000 Dollar, von 850’000 auf 1’250’000 Dollar pro Monat.

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