Aufständische in Libyen kritisieren zu geringe Luftunterstützung durch NATO

Wir lesen in den NZZ Online:

(ddp) Die Aufständischen in Libyen haben am Mittwoch ihre Angriffe auf die strategisch wichtige Ölstadt Brega im Osten des Landes fortgesetzt. Gleichzeitig kritisierten sie die NATO für die aus ihrer Sicht zu geringe Unterstützung durch Luftangriffe auf die Truppen von Machthaber Gaddhafi.

Der Generalstabschef der Rebellen, Adelfatah Yunis meinte sogar: “Die Menschen werden sterben und dieses Verbrechen wird die internationale Gemeinschaft für immer belasten. Was tut die NATO?”

Offenbar unterliessen es sowohl die NATO als auch die Franzosen den Aufständischen in Libyen die Resolution 1973 des UN Sicherheitsrates in Erinnerung zu rufen. Wie es ein ranghoher US Beamter vor ein paar Tagen ausdrückte (Quelle: AFP-Englisch):

“Das Mandat ist sehr einfach, und besteht daraus die Zivilisten und von Zivilisten bewohnte Gebiete vor Angriffen zu schützen und jegliche Kräfte welche Zivilisten angreifen oder damit drohen sie anzugreifen werden von der NATO als Ziele betrachtet und alle auf die gleiche Weise behandelt”.

Auf die Frage ob die Koalition mit den Rebellen in Verbindung sei meinte der Beamte:

“Was eine Koordination mit den Rebellen angeht, nein. Unsere Mission besteht darin Zivilisten zu schützen. Es geht nicht um die Rebellen, sondern darum die Zivilbevölkerung zu schützen. Das ist was UNSC 1973 vorschreibt und das ist das Mandat welches die NATO nun übernimmt”.

Offenbar haben nicht alle den gleichen Kenntnisstand was die Ziele und das Mandat der UN angeht – ob die von einigen Mitglieder der Koalition angestrebten Ziele mit dem Mandat der UN überhaupt vereinbar sind, darf bezweifelt werden.

Hier ist die UNSEC Resolution 1973 (2011) im Original:

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