Syrien sieht sich als Opfer einer salafistischen bewaffeneten Rebellion – SANA

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So meldet SANA:

Der syrische Innenminister betonte am Montag in einer Verlautbarung, dass die kürzlichen Entwicklungen in verschiedenen syrischen Provinzen, wie das Töten von Polizeibeamten, Armeesoldaten und Zivilisten und das Terrorisieren von Menschen, alles zu einer bewaffneten Meuterei gehört, welche von salafistischen Gruppen geleitet werde.

(Quelle: SANA-Englisch)

Offenbar ist man seitens der syrischen Regierung auch in der Lage dafür Belege zu liefern, wie zum Beispiel diese:

Brigadegeneral (Klicken um zu vergrössern)

Brigadegeneral Khodir al-Talawi (Klicken um zu vergrössern)

Brigadegeneral Khodir al-Talawi, seine zwei Söhne und sein Neffe gerieten am Sonntag in einen Hinterhalt und wurden durch bewaffnete Gruppen in der Stadt Homs, rund 160km von Damaskus, erschossen.

Die Körper des Brigadiers und seiner Familie wurden brutal verunstaltet.

Ebenso wurden gestern zwei andere syrische Armeeoffiziere, Oberst Moin Mihla und Major Ijad Harfousch, von bewaffneten Gruppen in Homs erschossen.

Dr. Ghassan Tanous, Direktor des Nationalen Hospitals in Homs sagte, dass die Körper der Märtyrer mit scharfen Gegenständen verunstaltet wurden nachdem sie erschossen worden seien. Er beschrieb die Szene als inhuman und als etwas was er noch nie zuvor gesehen habe.

[…]

Der syrische Erfinder Issa Abboud, 27 Jahre alt, wurde zum Märtyrer nachdem er am Sonntag in der al-Nozha Nachbarschaft von Homs in seinem Wagen von kriminellen bewaffneten Gruppen erschossen worden war.

(Quelle: SANA-Englisch, die Bilder dazu gibt es hier)

Anmerkung: Issa Abboud erhielt im Jahre 2000 eine Auszeichnung als Bester junger Erfinder (WIPO Awards).

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Nach syrischen Angaben wurde auch eine weitere Waffenlieferung abgefangen, diesmal in at-Tanf an der irakischen Grenze. Inhalt der Lieferung sollen ‘verschiedene Arten von Maschinengewehren, automatische Gewehre, Scharfschützengewehre, Pistolen, Nachtsichtgeräte, Granatwerfer und grosse Mengen verschiedenster Munition’ gewesen sein. Die Waffen seien in einem 12 Meter langen geheimen Abteil eines aus Irak kommenden Kühllastwagens versteckt gewesen, dessen Fahrer für die Fahrt 20’000 Dollar erhielt.
Nach Mustafa al-Bikai, dem Generaldirektor des syrischen Zolls wurden in letzter Zeit weitere Waffenlieferungen an den Grenzübergängen Bab al-Hawa, as-Salama und Jdaidet Yabous abgefangen.

(Quelle: SANA-Englisch)

Das würde irgendwie zu der Meldung aus der Washington Post passen, dass die U.S.A. im geheimen syrische Oppositionsgruppen unterstützen.

Die NZZ hat dann folgenden Agenturmeldung zur Verteilung parat (Hervorhebung durch mich):

(sda/dpa/Reuters) Die Polizei habe die Demonstranten in Homs aufgefordert zu gehen und dann das Feuer eröffnet, sagte ein Menschenrechtsaktivist, der in Kontakt mit den Demonstranten stand. Einwohner von Homs sagten, sie hätten Geräusche von Maschinengewehren gehört. Auch Tränengas sei eingesetzt worden.

Berichte über Todesopfer lagen keine vor. Gemäss al-Jazira wurden jedoch die Sanitäter am Zugang zum Platz gehindert. Gegen Morgen beruhigte sich die Lage. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen.

Einige muslimische Geistliche seien von der Geheimpolizei im Vorfeld der Ereignisse gewarnt worden, dass auf jede Blockade scharf geschossen werde. Das Innenministerium sprach angesichts der Unruhen bereits von einem «bewaffneten Aufstand» von Salafisten.

(Quelle: NZZ-Deutsch)

Interessant ist daran, die Maschinengewehre, die man gehört haben will offenbar zu keinen Todesopfern führten und das als Quelle eine Person, die etwas von anderen gehört haben will, angegeben wird. Es kann natürlich trotzdem stimmen, eine Verifikation wäre allerdings im gegenwärtigen Umfeld angezeigt. Insbesondere dann, wenn sich die Behauptungen der syrischen Regierung als korrekt herausstellen sollten.

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