Falscher Zeuge berichtet von Massakern die es nicht gab

Bekennender falscher Zeuge, Mahmoud Adbul-Kader

Bekennender falscher Zeuge, Mahmoud Adbul-Kader

Via SANA:

Mahmoud Abdul-Kader, ein falscher Zeuge aus Homs, geboren 1985, gab zu, verschiedenen Telefonanrufe mit voreingenommenen TV Sendern gemacht zu haben, welche zu Verwirrung im mehreren syrischen Städten führten.

Abdul-Kader sagte er habe auf Geheiss von Tareq al-Hussami, welcher in Saudi Arabien lebt, erfolgreich unwahre Meldungen übermittelt. Al-Hussami habe ihm ausländische Frauen einer Menschenrechtsorganisation geschickt, denen er von der Situation in Homs erzählte, sagte Adbul-Kader. Ausserdem sandte ihm al-Hussami drei Mal 5’000 syrische Pfund und zwei Handys.

Abdul-Kader sagte, dass al-Hussami ihn auch gebeten habe Videos zu schiessen und ihm zu senden, so dass dieser die Videos ‘nachbearbeiten’ könne. Ebenso gab al-Hussami die Telefonnummer von Adbul-Kader an verschiedene Personen einer Menschenrechtsorganisation aus Libanon, denen er unter Vorspiegelung von Verzweiflung von getöteten oder verletzten Frauen und Kindern erzählte.

Abdul-Kader sagte aus, dass al-Hussami seine Telefonnummer an TV Sender übergab und ihn anwies zu behaupten, dass es Tote und Verletzte gab. Unter anderem erzählte er einem TV Sender Homs sei “eine Geisterstadt” und ein “echtes Massaker” habe stattgefunden und das Wasser, Elektrizität und Kommunkations unterbrochen worden seien.

”Al-Hussami sagte mir ich soll Nachrichten wiederholen, wie zum Beispiel ‘auf Demonstranten wird willkürlich und heftig geschossen’, ‘ Viele Menschen wurden getötet und liegen in den Strassen’, ‘niemand kann die Verletzen ins Krankenhaus bringen’, etc”, sagte Adbul-Kader.

Abdul-Kader sagte er habe al-Jazeera mehr als dreimal angerufen, BBC und al-Arabiya viermal und France 24 und Orient zweimal.

So kommen also die Nachrichten aus Syrien zustande. In der Presse heisst es dann ‘bei Demonstrationen in Syrien sind nach Angaben einer syrischen Menschenrechtsgruppe mehr als x Menschen ums Leben gekommen’ (Tagi, NZZ) oder ähnliches. Wenigstens relativieren diese beiden Blätter die Aussagen mittlerweile mit ‘angeblich’ oder ‘eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor’.

Das ist auch nicht das erste Mal, dass Meldungen im Nachhinein als Fälschungen entlarvt wurden. Ende April trat der Leiter von al-Jazeera Beirut unter Protest zurück, weil er die Informationspolitik des Senders nicht mehr mittragen wollte.

Einige andere Fehlleistungen der westlichen Medien finden Sie hier.

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