Es ist nicht alles Gold was glänzt – auch nicht mit Prägestempel und Seriennummer

Die Story um Tungsten-Barren mit Goldüberzug ist zwar aus dem Jahre 2009, ist aber wieder aktuell, nachdem Ron Paul eine Nachprüfung der U.S. Goldreserven in Fort Knox verlangt.

Es wird schon längere Zeit vermutet – natürlich nur von ‚bescheuerten Verschwörungstheoretikern‘ – dass die Goldreserven mit Tungsten gestreckt sein könnten. Dazu muss man wissen, dass mit Gold überzogene Tungsten-Barren praktisch nicht von Goldbarren zu unterscheiden sind – das Gewicht ist beinahe identisch.

Im Oktober 2009 wurden Banker in Hong Kong überrascht, als sich herausstellte, dass einige der Goldbarren, die ihnen aus den U.S.A. geliefert wurden, in Tat Wahrheit Gold überzogene Tungsten-Barren waren. Die Chinesischen Behörden gehen davon aus, dass die Barren vor ca. 15 Jahren – während der Clinton Regierung – in den U.S.A. hergestellt wurden. Das Gerücht macht die Runde, das von selben Produzenten 600’000 Tungsten-Barren hergestellt und nach Fort Knox gebracht wurden. (Quelle: Gold-Quote.Net-English)

Eine chinesische Firma bietet sogar Gold überzogene Tungsten-Barren zum Kauf an. Das Produkt wird allerdings eher für die Schmuckindustrie angeboten, als für Goldfälscher, einen Missbrauch dieser Technologie ist allerdings zu erwarten – es ist einfach zu lukrativ um es nicht zu tun.

Man sieht also, dass nicht nur ETF Goldfonds nicht sicher sind[1], sondern auch physisches Gold nicht unbedingt die sichere Wertanlagee darstellt, da ja offenbar nicht einmal Banken merken, was sie da eigentlich kaufen oder verkaufen.

[1] Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es nicht genug physisches Gold gebe um die ETF zu decken. Jeder ETF Anteil repräsentiert normalerweise 1/10 Unze Gold. Ob der ETF auch wirklich mit genügend physischen Gold unterlegt ist um die ausgegebenen Anteile abzusichern ist oft unklar und ob es sich dabei um echtes oder Tungsten-Gold handelt ebenso.

 

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