Ölunfall in China – 3’400 qkm grosser Ölteppich im Golf von Bohai

Archivaufnahme Öl-verschmutzte Muscheln (Quelle: Greenpeace)

Archivaufnahme Öl-verschmutzte Muscheln (Quelle: Greenpeace)

Anfang Juni 2011 flossen beim Penglai 19-13 Ölfeld im Golf von Bohai geschätzte 1’500 Barrel Öl (Fässer, 1 Barrel=159 Liter) ins Meer.

Der Unfall wurde bis 30. Juni 2011 geheim gehalten und Beijing hat erst am 5. Juli 2011 den Unfall offiziell zugegeben.

Das Penglai 19-3 Ölfeld wird von ConocoPhillips betrieben, welche 49% Anteile am Projekt hält. 51% werden von der staatlichen China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) gehalten.

Die chinesische Regierung hat die Betreiber am 13. Juli angewiesen, die Ölförderung zu stoppen. Die Betreiber sagten zu, nicht weiter zu fördern bis das Problem behoben sei.

Der Ölteppich bedeckt eine Fläche von ca. 3’400 Quadratkilometern. Ursprünglich war von 840 qkm die Rede. In zwei Lecks sollen vom 4. bis 17 Juni Öl ausgetreten sein, aber es ist unklar ob nun tatsächlich nichts mehr leckt.

Bisher wurde an der Küste noch kein Öl gefunden, Opfer sind ebenfalls nicht zu beklagen.

(Quelle: Want China Times-English)

Ein paar Bilder der Ölteppichs und der Aufräumarbeiten:

Dies ist nicht der erste Unfall in diesem Gebiet. Vor ca. einem Jahr, im Juli 2011, explodierten in Dalian zwei Öl-Pipelines und 11’000 Barrel  flossen in den Golf von Bohai.

Die Bilder von Greenpeace zeigen das Ausmass der Verschmutzung in Jahre 2010:

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