Saboteure zerstören Ölpipeline in Syrien – verseuchen See

SANA Bilder ÖlpipelineAm Freitag sprengten Saboteure in Syrien eine Öl-Pipeline in die Luft. Die Explosion hinterliess einen ca. 10 Meter tiefen Krater. Öl lief daraufhin auch in den angrenzenden Stausee aus, welcher für die Bewässerung der umliegenden Felder notwendig ist.

Die syrische Ministerin für Umweltangelegenheiten, Kawkab Dayeh, meinte gemäss SANA, Ziel sei die nationale Wirtschaft sowie die Umwelt gewesen. Proben würden aus dem See genommen um die Wasserqualität zu testen.

Fayssal al-Habib, der Direktor der Homs Niederlassung der Syrian Petroleum Transport Company meinte, dass der letze Öllache gerade aus dem See entfernt werde und die Pipeline am Samstag repariert sein werde und ihren Betrieb wieder aufnehmen könne.

(Quelle: SANA-English)

Karte Homs(C)-Talkalakh(B)-Baniyas(A)

Karte Homs(C)-Talkalakh(B)-Baniyas(A)

Es gibt in Syrien zwei Raffinerien. Eine ist in Homs, die zweite in der Küstenstadt Baniyas. Über Baniyas läuft der gesamte syrische Ölexport. Talkalakh, wo der Anschlag verübt wurde, liegt zwischen Homs und Baniyas und unterbrach somit die Ölzufuhr für den Export.

Das Öl das durch diese Pipeline fliesst, stammt aus den Ölfeldern von Dayr az-Zawr, welches im Osten des Landes am Euphrat liegt.

Auch von da erreicht uns via SANA eine Nachricht. Bewaffnete Gruppen haben danach am Freitag in Dayr az-Zawr Strassensperren errichtet, Sicherheitskräfte angegriffen und aus dem dortigen Hauptquartier der Polizei Waffen und Munition gestohlen. Mittlerweile hätten sich die Gruppen aus dem Staub gemacht und die Sicherheitskräfte nahmen die Verfolgung auf.

(Quelle: SANA-English, ABC12 News-English)

Offenbar hat es jemand auf die Ölversorgung Syriens abgesehen, respektive dessen Fähigkeit Öl zu exportieren, was dem Land wirtschaftlich schadetet, den der Ölexport bringt dem Land Devisen.

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