Taifun Talas gewinnt etwas an Stärke – Landgang nun nahe Kyoto erwartet

Multispektrale Satelittenaufnahme (Quelle: JTWC)

Multispektrale Satelittenaufnahme (Quelle: JTWC)

Der Taifun Talas ist mit einer Geschwindigkeit von 10km/h unterwegs Japan. Die Daten am 31.8.2011 um 0600 UTC waren: Maximale Windgeschwindigkeit 33m/s (119km/h), mit Böen von bis zu 43m/s (155km/h). Die Position war 26.9 Nord und 137.4 Ost.

Talas wird noch etwas an Stärke gewinnen solange er sich über warmen Wasser befinden. Der Landgang wird in etwa 48 bis 72 Stunden erwartet. Nach den gegenwärtigen Prognosen wird Talas in Honshu, nahe Kyoto, an Land gehen.

Ist Talas erst einmal über Land, wird er im ruppigen Gelände von Japan schnell an Stärke einbüssen.

Aktuelle Radarbilder aus der Gegend Kyoto und Shikoku finden Sie bei der Japan Meteorological Agency (JMA).

Die Pfadvorhersage des Joint Typhoon Warning Centers (JWTC). Der vorhergesagte Pfad liegt nun weiter westlich als gestern:

Pfadvorhersage für Taifun Talas vom 30.8.2011 23:30 UTC (Quelle: JWTC)

Pfadvorhersage für Taifun Talas vom 30.8.2011 23:30 UTC (Quelle: JWTC)

(Quelle: JTWC-English, Central Weather Bureau-Taiwan-English, Hurricane Zone-English)

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Taifun Talas immer noch unterwegs nach Japan

Verbesserte Infrarotaufnahme von Talas vom 30.08.2011 um 0701UTC (Quelle: JTWC)

Verbesserte Infrarotaufnahme von Talas vom 30.08.2011 um 0701UTC (Quelle: JTWC)

Der Taifun Talas befindet sich weiter auf dem Weg in Richtung Japan.

Nachdem das Sturmzentrum die letzten Tage nur langsam voran kam (zeitweise bewegte es sich mit nur 3km/h vorwärts) hat es nun wieder Fahrt aufgenommen.

Am 30.8.2011 um 0600UTC befand sich das Zentrum bei 25.8 Nord und 139.8 Ost und bewegte sich mit 14km/h in nord-nordwestlicher Richtung. Die maximale Windgeschwindigkeit lag bei 33m/s (119km/h) – das ist knapp noch Taifunstärke – und Böen von bis zu 43m/s (154.8km/h).

Gemäss JTWC Vorhersagen geben verschiedene Modelle ab 36 unterschiedliche Resultate was die Entwicklung des Taifuns angeht, er scheint aber in Stärke und Richtung stabil zu bleiben.

Es wird mit Anlandgehen von Talas gegen den 1. September 2011 zwischen dem Osten Tokios und dem westlichen Sikoku gerechnet.

Die Pfadvorhersage des Joint Typhoon Warning Centers (JTWC): Continue reading

Tropischer Sturm Nanmadol vor der chinesischen Küste

Colorierte Wassderdampf-Satellitenbild vom 30.8.2011 05:32UTC (Quellen: NOAA)

Colorierte Wassderdampf-Satellitenbild vom 30.8.2011 05:32UTC (Quellen: NOAA)

Der ehemalige Super-Taifun Nanmadol hat sich bei seinem Weg über Taiwan weiter abgeschwächt und ist zum Tropischen Sturm herunter gestuft worden (siehe Klassifikation von Taifunen).

Trotzdem sorgte Nanmadol in Taiwan für heftige Regenfälle, welche schwere Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten. Gemäss der Taipei Times wurden allein in Hengchung (恆春)  ca. 600 Häuser beschädigt und ein Mensch kam ums Leben, in anderen Ortschaften kam es ebenfalls zu Erdrutschen und beschädigten Häusern.

Das Zentrum von Nanmadol lag am 30.8.2011 um 00:00UTC bei 24.1 Nord und 119.0 Ost und bewegte sich mit 5km/h in nordwestlicher Richtung. Die maximale Windgeschwindigkeit lag bei 23m/s (83km/h) mit Böen von 30m/s (108km/h).

Nun zieht Nanmadol weiter nach China, wo er innerhalb von 24 bis 36 Stunden erwartet wird. Er wird sich dabei weiter abschwächen, so dass innerhalb 48 Stunden mit seiner Auflösung gerechnet werden kann.

Der vom Joint Typhoon Warning Center (JTWC) vorhergesagte Pfad: Continue reading

Monsun Regenfälle in Indien – Woche 18.8. bis 24.8.2011

In der Woche vom 18. bis 24. August lag die Niederschlagsmenge in Indien insgesamt 8% unter dem langjährigen Durchschnitt (engl. long period average, LPA) für diese Periode.

Per Statistik des Indian Meteorological Departments (IMD) sieht dies in Zahlen so aus:

Monsun Regenfälle, Indien, 18.8. bis 24.8.2011, tabellarisch

Monsun Regenfälle, Indien, 18.8. bis 24.8.2011, tabellarisch

 Grafisch sieht das so aus (Anmerkung: die Aufteilung ist hier nach Bundesstaaten, nicht nach Regionen wie bei der Tabelle):

Tropische Depression 12 – Potential zum Hurricane

Colorierte Wasserdampfaufnahme gemacht von Metosat (Quelle: NOAA) - Rot/Dunkelblau ist feucht/nass

Colorierte Wasserdampfaufnahme gemacht von Metosat (Quelle: NOAA) - Rot/Dunkelblau ist feucht/nass

Vor der Küste Westafrikas, südlich der Cap Verde Inseln, hat sich gestern (29.8.2011) eine tropische Depression gebildet. Sie erhielt den – provisorischen – Namen Tropische Depression 12.

Das National Hurricane Center (NHC) der NOAA beschreibt in ihrem Öffentlichen Bulletin No. 4 vom 30.08.2011 03:00UTC:

AT 1100 PM AST…0300 UTC…THE CENTER OF TROPICAL DEPRESSION TWELVE WAS LOCATED NEAR LATITUDE 11.0 NORTH…LONGITUDE 30.0 WEST. THE DEPRESSION IS MOVING TOWARD THE WEST-NORTHWEST NEAR 15 MPH…24 KM/H. THIS GENERAL MOTION ACCOMPANIED BY A GRADUAL INCREASE IN FORWARD SPEED IS EXPECTED OVER THE NEXT 48 HOURS. 

MAXIMUM SUSTAINED WINDS ARE NEAR 35 MPH…55 KM/H…WITH HIGHER GUSTS. STRENGTHENING IS FORECAST DURING THE NEXT COUPLE OF DAYS…AND THE DEPRESSION COULD BECOME A TROPICAL STORM EARLY TUESDAY.

ESTIMATED MINIMUM CENTRAL PRESSURE IS 1008 MB…29.77 INCHES.

Das wäre dann Tropischer Sturm Katia. Er scheint Potential zu einem weiteren Hurrikan zu haben.

Zur Zeit sieht es so als, als bewege sich 12 auf die Karibik oder die Ostküste der U.S.A. zu. Wahrscheinlich ist ein Pfad, der nördlich von Kuba, der Dominikanischen Republik und den Bahamas vorbeiführen wird. Aber das muss sich in den kommenden Tagen erst noch zeigen: Continue reading

Neuerlicher Erdbebenschwarm beim Mýrdalsjökullgletscher

Eldgja und Katla Spaltensystem Island (Quelle: oregonstate.edu)

Eldgja und Katla Spaltensystem Island (Quelle: oregonstate.edu)

Am Mýrdalsjökull Gletscher, unter dem der Katla Vulkan liegt,  war gestern (28.8.2011) ein seismisch aktiver Tag.

Zwar waren die Beben nicht gross – die zwei grössten kamen über Magnitude 2.4 nicht hinaus und dürften von der Bevölkerung kaum verspürt worden sein – jedoch ist deren Anzahl undgeografische  Lage interessant.

Sie liegen fast alle in der Caldera des Katla Vulkans oder unweit östlich davon.

Die Ursache der Beben könnte auf Magma zurückzuführen, das sich in Spalten verschiebt, eine sogenannte Dike Intrusion (dike intrusion), wie Jon denkt.

Dass die Beben auf eine bevorstehende Eruption hindeuten ist eher unwahrscheinlich, aber natürlich kann man nichts ausschliessen. Seismologische Aktivität ist allerdings für die Gegend um Mýrdalsjökull speziell in dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich.

Die Lage des Erdbebensschwarms. Die meisten liegen in der Caldera oder unweit östlich davon. Die im Osten scheinen fast auf einer Linie zu liegen: Continue reading