Pakistan fehlen im Ramazan Datteln

Dattelpalmen und geerntete Datteln der Sorte Aseel in Khairpur, Sindh

Dattelpalmen und geerntete Datteln der Sorte Aseel in Khairpur, Sindh

Im Fastenmonat Ramazan ist es Tradition das Fasten am Abend mit einer Dattel zu brechen. Der Bedarf an Datteln ist deshalb in diesem Monat besonders hoch. Pakistan ist zwar selbst ein Produzent und Exporteur von Datteln. Dem Land fehlen aber im diesjährigen Ramazan Datteln und es muss derzeit auf Importe aus dem Iran und dem Irak zurückgreifen. Allerdings werden Datteln aus diesen Ländern in Pakistan wegen ihres besonderen Geschmacks oft bevorzugt.

In Pakistan werden etwa 300 verschiedene Sorten von Datteln angebaut. Die gefragtesten Sorten sind jedoch Begum Jangi aus Balochistan, Aseel aus Sindh und Dhakki aus Dera Ismail Khan (Punjab).

Pakistan produziert 525’000 Datteln pro Jahr. In den Export gehen nur 86’000 Tonnen, der Rest wird lokal verbraucht oder verdirbt. Pakistan exportiert nach Ländern wie Indien, Nepal, Afghanistan, Kanada, U.S.A. und Grossbritannien. Das bringt den pakistanischen Produzenten jährlich etwa 28 Millionen Dollar ein. Es könnten aber weit mehr sein.

Leider besitzt Pakistan keine westlichen Standards entsprechenden Verabeitungs- und Appackeinrichtungen und verkauft die Datteln deshalb zu Schleuderpreisen ins Ausland. So kaufen Importeure in Deutschland, Dänemark und den VAE günstig pakistanische Datteln ein und re-exportieren diese nach Aufbereitung zum sechsfachen Preis. Man schätzt, dass pakistanische Produzenten zwischen 200 und 240 Millionen Dollar Einnahmen pro Jahr generieren könnten, wäre sie in der Lage die Datteln selber zu verarbeiten und zu verpacken.

(Quelle: Daily Pakistan-Urdu, The News Pakistan-English, Bildquelle: Pak-Agri )

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