Erdbebenserie beim Mýrdalsjökull Gletscher

Island-Bruch (Bildquelle: USGS)

Island-Bruch (Bildquelle: USGS)

Unter dem Mýrdalsjökull Gletscher (Katla Vulkan) und beim Torfajökull Vulkan häuften sich in den letzten vier Stunden die Erdbeben.

Zwei davon lagen bei 2.2 in einer Tiefe von 1.1 km bei Katla, die anderen zwei lagen bei 0.4 bzw. 1.5 bei Torfajökull.

Seismizität bei Katla ist allerdings keine Seltenheit. Speziell in der zweiten Jahreshälfte, wenn die dünne Eisschicht über der Magmakammer teilweise schmilzt und sich so das Gewicht der Eisdecke verringert, treten diese auf.

Deren Magnitude und Lokation sind allerdings schwer einzuschätzen liegen aber nur selten über 4 und in 0 bis 5 km Tiefe. Die lokale Bevölkerung spürt die Erdbeben praktisch nie.

Allerdings zeigt Katla seit 1999 auch Zeichen der Unruhe und Erdbeben traten in einigen Jahren gehäuft und ausserhalb der normalen saisonalen Muster auf.

Die letzte gesicherte Eruption Katlas fand im Jahr 1918 statt. Es gab allerdings in den Jahren 1955 und 1999 Ereignisse, die als subglaziale, das heisst unter dem Eis und deshalb oberirdisch nicht sichtbare, Eruption eingestuft werden könnten, man ist sich da aber nicht sicher.

Beim Torfajökull Vulkan liegt die letzte Eruption schon länger zurück. Sie fand im Jahr 1477 statt. Seismizität ist viel seltener als bei Mýrdalsjökull.

Die geographische Lokation der Erdbeben:

Erdbebenkarte südliches Island, Mýrdalsjökull

Erdbebenkarte südliches Island, Mýrdalsjökull

Die Stärke der Erdbeben:

Stärke der Erdbeben

(Quelle: Iceland Met Office-Englisch, Institute of Earth Science-Englisch)

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