Leckt BP Macondo Ölquelle im Golf von Mexico?

Kürzlich entdecktes Öl in der Nähe der BP Macondo Quelle

Kürzlich entdecktes Öl in der Nähe der BP Macondo Quelle

In den letzten Tagen wurde im Golf von Mexico, unweit der havarierten – und angeblich geschlossenen – Macondo-Ölquelle, wiederum Öl entdeckt. Gesichtet wurden verschiedene Ölflecken von bis zu 0.4 Hektaren Grösse, die am dichtesten waren ca. 1.5km von der Macondo Quelle entfernt.

Es wurden Proben genommen und dieses Öl wurde nun wissenschaftlich analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass das eingesammelte Öl chemisch mit den Hunderten von Millionen Litern, die vor etwas über einem Jahr in den Golf von Mexico geströmt sind, übereinstimmt, schreibt der Press-Register.

Die Wissenschaftler sind der Meinung, das Öl stamme von der gebrochenen Steigleitung (riser pipe) oder der untergegangenen Deepwater Horizon Platform, finden aber, das müsse unbedingt überprüft werden, um sicher zu sein, dass die Macondo Quelle, auch MC252 genannt, nicht doch wieder leck sei.

Ein Helikopter und ein Boot der Küstenwache konnten allerdings kein Öl finden. Dies könnte allerdings auch an den vorherrschenden Wetterbedingungen gelegen haben.

Die Helix Producer 1

Die Helix Producer 1

BP meint, es gebe keine Beweise, dass das Öl von der Macondo Quelle stamme – es könne auch ein natürliches Leck im Boden sein. Nichtsdestoweniger hat BP die Helix Producer 1, ein grosses Schiff, dass grosse Mengen Öl verarbeiten kann, in die Gegend geschickt. Was macht es dort, wenn es kein Leck und kein Öl gibt?

Stuart Smith meint auf seinem Blog, an dem fast ganz abgerollten Kabel auf einer der Kabelrollen könne man sehen, dass hier Gerät so tief wie es nur irgendwie geht im Einsatz sein müsse.

Die Helix Producer 1 kann zwar Öl verarbeiten, aber keines aufnehmen, dazu währen weitere Schiffe notwendig. Das Schiff ist gegenwärtig immer noch vor Ort. Das könnte bedeuten, dass das Schiff nach der Quelle des Lecks sucht.

Das ganze sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn damals gab es verschiedentlich Berichte, der Seeboden sei durch den Unfall beschädigt und es trete Öl aus. Dies könnte sich nun bestätigen – was wir allerdings nicht gerne sehen würden.

(Quelle: AL.com-English, Stuart Smith Blog-English, Hat Tip: Washington’s Blog-English)

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