Rekordveruntreung im Iran – CEO der Privatbank Aria beklaut Staatsbank um 2.7 Milliarden Dollar

In der ersten Woche des Schariwar (Ende August/Anfang September) haben die Justizbehörden mit Aufdeckung von dickenBetrugsfällen gehörig für Unruhe gesorgt. Einige der Fälle gelangten auch in die (iranischen) Medien.

Ein Fall der Veruntreuung der in den letzten Woche für Gerede sorgte  war die Veruntreuung einer astronomischen Summe, die in den letzten Tagen des vergangenen Monats Mordad bekannt wurde. Die Zentralbank teilte mit, dass die Banklizenz der Privatbank Aria auf Grund der Veruntreuungen deren CEOs gegenüber der Bank Saderat Iran widerrufen wurde.

Die veruntreute Summe beläuft sich gemäss iranischen Medien auf 3’000 Milliarden Toman. Ein Toman entspricht 10 Rial und das sind bei gegenwärtigen Wechselkurs ca. – halten Sie sich fest – 1,95 Milliarden Euro oder 2.7 Millarden Dollar. Der Betrug wurde mit Hilfe eines verschachtelten Firmennetzes durchgeführt, so Khabar Online.

(Quelle: Khabar Online-Farsi/Parsi)

Ro’jat-e Helal für den Monat Schawwal – Ende des Ramazan

Die Mondsichtung (persisch ro’jat-e helal) für den Monat Schawwal beendet den heiligen Monat Ramazan.

Astronomisch, d.h. rechnerisch, findet das Ereignis am 29 August 2011 um 03:04 UTC statt.

Zu diesem Zeitpunkt und am 29. August 2011 Abends, dürften allerdings nur wenige die Mondsichel des neuen Monats zu sehen bekommen.

In der folgenden Grafik bedeutet grün=mit blossem Auge sichtbar und hellblau=bei perfekten Bedingungen mit blossem Auge sichtbar. (Bildquelle: Moonsigthing.com):

Mondsichtungen am 29.8.2011, Abends

Mondsichtungen am 29.8.2011, Abends

Am Abend des 30. August 2011 sind die Chancen wesentlich grösser (grün=mit blossem Auge sichtbar,hellblau=bei perfekten Bedingungen mit blossem Auge sichtbar), ausser in Nordeuropa und Nordasien (Bildquelle: Moonsigthing.com): Weiterlesen

Helikopter der PAF musste nahe Sargodha notlanden

Ein Helikopter der Pakistanischen Luftwaffe (PAF) musste nahe Sargodha, in Nordwesten Pakistans, notlanden. Die Maschine vom Typ Mil Mi-17 musste auf einem Routineflug aufgrund von technischen Problemen notlanden.

Die Notlandung habe keine Schäden verursacht und der Helikopter sei intakt, meinte ein Sprecher der Luftwaffen. Einige Augenzeugen sagten jedoch, das Heck des Helikopters habe gebrannt.

Das Gebiet wurde abgesperrt und eine Untersuchung eingeleitet.

(Quelle: DailyPak-Urdu, Jang-Urdu)

Die Meldung ist vom 9. August 2011 und ist an sich uninteressant. Sargodha ist allerdings ein interessantes Stichwort.
Dort befindet sich nämlich nicht nur eine bedeutende Luftwaffenbasis der PAF, sondern auch ein zentrales Munitionsdepot von dem gemunkelt wird, dort befänden sich einige der pakistanischen Nuklearwaffen.

Sargodha selbst ist ein Zentrum der Agrikultur und dort werden unter anderem Zitrusfrüchte, Weizen und Zuckerrohr angebaut.

Ruz-e Dschahani-ye Qods – International al-Quds Day 2011

Der al-Quds Tag findet im Iran jeweils am letzten Freitag des Ramazan, das war in diesem Jahr am 26. August, statt.

Hintergrund des Tages, der im Iran ein gesetzlicher Feiertag ist, bildet ein Aufruf vom Ayatollah Ruhollah Chomenei vom 8. August 1979. Auf Englisch lautet er so:

In the Name of God, the Compassionate, the Merciful

For many years, I have been notifying the Muslims of the danger posed by the usurper Israel which today has intensified its savage attacks against the Palestinian brothers and sisters, and which, in the south of Lebanon in particular, is continually bombing Palestinian homes in the hope of crushing the Palestinian struggle. I ask all the Muslims of the world and the Muslim governments to join together to sever the handof this usurper and its supporters. I call on all the Muslims of theworld to select as Quds Day the last Friday in the holy month of Ramadan – which is itself a determining period and can also be thedeterminer of the Palestinian people’s fate – and through a ceremonydemonstrating the solidarity of Muslims world-wide, announce theirsupport for the legitimate rights of the Muslim people. 

I ask God Almighty for the victory of the Muslims over the infidels.

Imam’s message announcing Quds Day, dated 7 August 1979 (16 Murdad 1358 AHS). Sahifa-yi Nur, Vol. 8, p. 229

Ayatollah Chamenei im Jahre 2010 über die wahre Bedeutung des Ruz-e Qods, arabisch jaum al-Quds (arabisch mit englischen Untertiteln):

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Leckt BP Macondo Ölquelle im Golf von Mexico?

Kürzlich entdecktes Öl in der Nähe der BP Macondo Quelle

Kürzlich entdecktes Öl in der Nähe der BP Macondo Quelle

In den letzten Tagen wurde im Golf von Mexico, unweit der havarierten – und angeblich geschlossenen – Macondo-Ölquelle, wiederum Öl entdeckt. Gesichtet wurden verschiedene Ölflecken von bis zu 0.4 Hektaren Grösse, die am dichtesten waren ca. 1.5km von der Macondo Quelle entfernt.

Es wurden Proben genommen und dieses Öl wurde nun wissenschaftlich analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass das eingesammelte Öl chemisch mit den Hunderten von Millionen Litern, die vor etwas über einem Jahr in den Golf von Mexico geströmt sind, übereinstimmt, schreibt der Press-Register.

Die Wissenschaftler sind der Meinung, das Öl stamme von der gebrochenen Steigleitung (riser pipe) oder der untergegangenen Deepwater Horizon Platform, finden aber, das müsse unbedingt überprüft werden, um sicher zu sein, dass die Macondo Quelle, auch MC252 genannt, nicht doch wieder leck sei.

Ein Helikopter und ein Boot der Küstenwache konnten allerdings kein Öl finden. Dies könnte allerdings auch an den vorherrschenden Wetterbedingungen gelegen haben.

Die Helix Producer 1

Die Helix Producer 1

BP meint, es gebe keine Beweise, dass das Öl von der Macondo Quelle stamme – es könne auch ein natürliches Leck im Boden sein. Nichtsdestoweniger hat BP die Helix Producer 1, ein grosses Schiff, dass grosse Mengen Öl verarbeiten kann, in die Gegend geschickt. Was macht es dort, wenn es kein Leck und kein Öl gibt?

Stuart Smith meint auf seinem Blog, an dem fast ganz abgerollten Kabel auf einer der Kabelrollen könne man sehen, dass hier Gerät so tief wie es nur irgendwie geht im Einsatz sein müsse.

Die Helix Producer 1 kann zwar Öl verarbeiten, aber keines aufnehmen, dazu währen weitere Schiffe notwendig. Das Schiff ist gegenwärtig immer noch vor Ort. Das könnte bedeuten, dass das Schiff nach der Quelle des Lecks sucht.

Das ganze sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn damals gab es verschiedentlich Berichte, der Seeboden sei durch den Unfall beschädigt und es trete Öl aus. Dies könnte sich nun bestätigen – was wir allerdings nicht gerne sehen würden.

(Quelle: AL.com-English, Stuart Smith Blog-English, Hat Tip: Washington’s Blog-English)

Attentat auf Casino in México – über 50 Tote

Die Feuerwehr versucht das brennende Casino Royal in Monterrey zu löschen (Quelle: El Sol de México)

Die Feuerwehr versucht das brennende Casino Royal in Monterrey zu löschen (Quelle: El Sol de México)

Nach der mexikanischen Tageszeitung El Sol de México hat eine Gruppe von Bewaffneten das Casino Royale in Nuevo León, bei Monterrey, México angegriffen, darin Benzin ausgegossen und es angezündet. Bisher sind 53 Tote bestätigt, die Zahl der Opfer könnte aber nach Aussagen des Gouverneurs noch höher ausfallen. Es wird damit gerechnet, es könnten sich noch zehn bis zwölf Leichen im Gebäude befinden.

Das Attentat fand gestern gegen 16:00 Ortszeit statt und wurde von sechs Männern ausgeführt, die in zwei Autos unterwegs waren. Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen sich nach Augenzeugen ‚hunderte Menschen‘ im Casino befunden haben, die meisten konnten jedoch flüchten.

Die Opferzahl im Casino mit einer Fläche von 1’720m2sei wohl deswegen so gross, so der Direktor des Zivilschutzes, weil sich einige Gäste, welche die durch das brennende Benzin ausgelösten Explosionen gehört haben, in die WCs flüchteten anstelle das Gebäude durch die Notausgänge zu verlassen und sich nicht bewusst waren, dass sich ein Feuer rasend schnell ausbreitete.

Der Bundesgouverneur sprach von „einem Akt des Terrors und der Barbarei“ – es dürfte sich aber wohl um eine weitere Folge des Bandenkrieges zwischen Drogenbanden in Monterrey handeln. Anfang Juli wurde in Monterrey eine Bar überfallen und dabei 20 Personen getötet.

Weitere Bilder finden Sie bei der Bildstrecke von El Universal.

(Quelle: El Sol de México-Spanisch)

Andernorts war auch davon die Rede, die Angreifer hätten um sich geschossen und Granaten gezündet, bevor sie das Lokal angezündet haben.

Sehen Sie dazu auch das folgende Video: