Rekordveruntreung im Iran – CEO der Privatbank Aria beklaut Staatsbank um 2.7 Milliarden Dollar

In der ersten Woche des Schariwar (Ende August/Anfang September) haben die Justizbehörden mit Aufdeckung von dickenBetrugsfällen gehörig für Unruhe gesorgt. Einige der Fälle gelangten auch in die (iranischen) Medien.

Ein Fall der Veruntreuung der in den letzten Woche für Gerede sorgte  war die Veruntreuung einer astronomischen Summe, die in den letzten Tagen des vergangenen Monats Mordad bekannt wurde. Die Zentralbank teilte mit, dass die Banklizenz der Privatbank Aria auf Grund der Veruntreuungen deren CEOs gegenüber der Bank Saderat Iran widerrufen wurde.

Die veruntreute Summe beläuft sich gemäss iranischen Medien auf 3’000 Milliarden Toman. Ein Toman entspricht 10 Rial und das sind bei gegenwärtigen Wechselkurs ca. – halten Sie sich fest – 1,95 Milliarden Euro oder 2.7 Millarden Dollar. Der Betrug wurde mit Hilfe eines verschachtelten Firmennetzes durchgeführt, so Khabar Online.

(Quelle: Khabar Online-Farsi/Parsi)

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Attentat auf Casino in México – über 50 Tote

Die Feuerwehr versucht das brennende Casino Royal in Monterrey zu löschen (Quelle: El Sol de México)

Die Feuerwehr versucht das brennende Casino Royal in Monterrey zu löschen (Quelle: El Sol de México)

Nach der mexikanischen Tageszeitung El Sol de México hat eine Gruppe von Bewaffneten das Casino Royale in Nuevo León, bei Monterrey, México angegriffen, darin Benzin ausgegossen und es angezündet. Bisher sind 53 Tote bestätigt, die Zahl der Opfer könnte aber nach Aussagen des Gouverneurs noch höher ausfallen. Es wird damit gerechnet, es könnten sich noch zehn bis zwölf Leichen im Gebäude befinden.

Das Attentat fand gestern gegen 16:00 Ortszeit statt und wurde von sechs Männern ausgeführt, die in zwei Autos unterwegs waren. Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen sich nach Augenzeugen ‘hunderte Menschen’ im Casino befunden haben, die meisten konnten jedoch flüchten.

Die Opferzahl im Casino mit einer Fläche von 1’720m2sei wohl deswegen so gross, so der Direktor des Zivilschutzes, weil sich einige Gäste, welche die durch das brennende Benzin ausgelösten Explosionen gehört haben, in die WCs flüchteten anstelle das Gebäude durch die Notausgänge zu verlassen und sich nicht bewusst waren, dass sich ein Feuer rasend schnell ausbreitete.

Der Bundesgouverneur sprach von “einem Akt des Terrors und der Barbarei” – es dürfte sich aber wohl um eine weitere Folge des Bandenkrieges zwischen Drogenbanden in Monterrey handeln. Anfang Juli wurde in Monterrey eine Bar überfallen und dabei 20 Personen getötet.

Weitere Bilder finden Sie bei der Bildstrecke von El Universal.

(Quelle: El Sol de México-Spanisch)

Andernorts war auch davon die Rede, die Angreifer hätten um sich geschossen und Granaten gezündet, bevor sie das Lokal angezündet haben.

Sehen Sie dazu auch das folgende Video:

Entführte Schweizer noch am Leben, sagen lokale Behörden in Loralai

Daniela Widmer (links), David Olivier Och

Daniela Widmer (links), David Olivier Och

Die zwei vor ca. drei Wochen in Balochistan, Pakistan, entführten Schweizer sollen noch am Leben sein sagte Muhammad Ikhtiyar, der Kommissar des Bezirks Loralai, zur Express Tribune.

“Alle Indizien zeigen, dass sie noch am Leben sind”, sagte Ikhtiyar, der der höchstrangige administrative Beamte im Distrikt ist. “Wir hätten Informationen erhalten, wenn sie getötete worden wären. Möge Allah sie am leben halten und, Inschallah, leben sie auch noch”.

Die beiden Schweizer, David Olivier Och und Daniela Widmer wurden von unbekannten am 1. Juli 2011 in Loralai, Balochistan, entführt. Balochistans Innenminister, Zafarullah Khan meinte damals, er glaube die beiden seien in die Stammesgebiete nahe der afghanischen Grenze gebracht worden.

Der Express Tribune wurde am 17. Juli durch eine anonym bleibend wollende offizielle Quelle auch mitgeteilt, die beiden seien durch Sicherheitskräfte, wegen ‘dubioser Aktivitäten’ in Gewahrsam genommen worden. Sie sollen verdächtigt worden sein, Undercover Agenten zu sein.

Der Kommissar von Loralai hat indessen Berichte zurückgewiesen, die beiden Schweizer seien von den Taliban entführt worden. “Wäre das der Fall, hätte es in irgendeiner Form ein Bekenntnis gegeben”, meinte er. Continue reading

Ölunfall in China – 3’400 qkm grosser Ölteppich im Golf von Bohai

Archivaufnahme Öl-verschmutzte Muscheln (Quelle: Greenpeace)

Archivaufnahme Öl-verschmutzte Muscheln (Quelle: Greenpeace)

Anfang Juni 2011 flossen beim Penglai 19-13 Ölfeld im Golf von Bohai geschätzte 1’500 Barrel Öl (Fässer, 1 Barrel=159 Liter) ins Meer.

Der Unfall wurde bis 30. Juni 2011 geheim gehalten und Beijing hat erst am 5. Juli 2011 den Unfall offiziell zugegeben.

Das Penglai 19-3 Ölfeld wird von ConocoPhillips betrieben, welche 49% Anteile am Projekt hält. 51% werden von der staatlichen China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) gehalten.

Die chinesische Regierung hat die Betreiber am 13. Juli angewiesen, die Ölförderung zu stoppen. Die Betreiber sagten zu, nicht weiter zu fördern bis das Problem behoben sei.

Der Ölteppich bedeckt eine Fläche von ca. 3’400 Quadratkilometern. Ursprünglich war von 840 qkm die Rede. In zwei Lecks sollen vom 4. bis 17 Juni Öl ausgetreten sein, aber es ist unklar ob nun tatsächlich nichts mehr leckt.

Bisher wurde an der Küste noch kein Öl gefunden, Opfer sind ebenfalls nicht zu beklagen.

(Quelle: Want China Times-English)

Ein paar Bilder der Ölteppichs und der Aufräumarbeiten: Continue reading

Zahl der Toten in Chotan in Ost-Turkestan erreicht 18

Karte von Ost-Turkestan/Xinjiang mit Chotan

Karte von Ost-Turkestan/Xinjiang mit Chotan

Die Anzahl der Opfer der Unruhen in Chotan (uigurisch: خوتەن) vom Montag stieg auf 18. Gemäss Informationen der offiziellen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua töteten Sicherheitskräfte 14 Menschen, die sich an einem Angriff auf eine Polizeistation beteiligten. Bei dem Angriff kamen ein Mitglied der Bewaffneten Volkspolizei, eine Frau und ein Kind ums leben.

Wie Ablet Metnias, Kommandant der Polizeistation gegenüber chinesischen Journalisten sagte, sind die Aufständischen in die Polizeistation eingebrochen und töten den Beamten Mehmet Ela und nahmen 6 Geiseln, Zivilisten wie auch Polizeibeamte.

Nach einem anderen Polizeibeamten sollen die Aufständischen ‘Es gibt keinen Gott ausser Allah’ und ‘andere religiöse Slogans’ gerufen haben als sie den zweiten Stock des Gebäudes attackierten und auf die sich dort befindlichen Beamten schossen.

Chinesische Behörden sagten, der Angriff auf die Polizeistation sei “eine geplante terroristische Attacke”.

(Quelle: ITAR-TASS-Russisch)

Aus uigurischen Kreisen hört man, die Unruhen seien durch die ungerechtfertigte Verhaftung von uigurischen Jugendlichen ausgelöst worden . Continue reading

Ahmed Wali Karzais Mörder hatte Kontakte zur CIA

CIA Logo

CIA Logo

Wie der Independent heute schreibt, hatte Sardar Mohammad, der Mörder von Hamid Karzais Bruder, enge Beziehungen sowohl zur CIA als auch zu Spezialeinheiten. Er traf sich regelmässig mit britischen Offiziellen und hatte zwei Schwager die in einer vom CIA geleiteten (und bezahlten) paramilitärischen Einheit (Kandahar Strike Force) dienen.

Sardar Mohammad galt als enger Vertrauter von Ahmed Wali Karzai und soll von den Taliban ‘umgedreht’ worden sein. Mahmoud Karzai, ein weiterer Bruder von Hamid, sagte: “Unsere Ermittlungen ergaben, dass er [Sardar Mohammed] in den letzten drei Monaten erratisch, nicht normal und entgegen seinem Charakter handelte. Er schlief nicht, war nervös, erhielt Telefonanrufe mitten in der Nacht und nach unseren Informationen machte er eine Reise nach Quetta in Pakistan und traf sich dort mit einigen Taliban. Sein Vater ist ein Mullah. Alle diese Dinge zusammengenommen, plus, dass die Taliban die Verantwortung übernahmen…aber unsere vorläufige Ermittlung deutet darauf hin, dass dies das Werk der Taliban war”.

(Quelle: Independent-English)

Bereits im Jahre 2009 wies die New York Times darauf hin, dass auch Ahmed Wali Karzai auf der Gehaltsliste des CIA stehe – und zwar seit über 8 Jahren. Schon damals war vielen bekannt, dass Wali im Drogengeschäft tätig war und sich damit bereicherte, oder wie Time damals schrieb: Continue reading

Kucinich: Politisches Theater um Schuldenlimite soll vom Diebstahl am Volk ablenken

Rede von Dennis Kucinich, ein Demokrat aus Ohio, vor dem U.S. Repräsentantenhaus vom 14. Juli 2011. Er meinte unter anderem:

  • “Merken Sie sich meine Worte: Wall Street wird Geld daran verdienen unabhängig davon ob wir zahlungsunfähig werden oder nicht.“
  • “Es ist ein massiver Transfer von Vermögen vom amerikanischen Volk in die Hände von wenigen im Gang.“
  • “Diese sind Symptome für eine Regierung die vom Weg abgekommen ist und sie sind eine Herausforderung für die Legitimität des Zweiparteiensystems.“