Helikopter der PAF musste nahe Sargodha notlanden

Ein Helikopter der Pakistanischen Luftwaffe (PAF) musste nahe Sargodha, in Nordwesten Pakistans, notlanden. Die Maschine vom Typ Mil Mi-17 musste auf einem Routineflug aufgrund von technischen Problemen notlanden.

Die Notlandung habe keine Schäden verursacht und der Helikopter sei intakt, meinte ein Sprecher der Luftwaffen. Einige Augenzeugen sagten jedoch, das Heck des Helikopters habe gebrannt.

Das Gebiet wurde abgesperrt und eine Untersuchung eingeleitet.

(Quelle: DailyPak-Urdu, Jang-Urdu)

Die Meldung ist vom 9. August 2011 und ist an sich uninteressant. Sargodha ist allerdings ein interessantes Stichwort.
Dort befindet sich nämlich nicht nur eine bedeutende Luftwaffenbasis der PAF, sondern auch ein zentrales Munitionsdepot von dem gemunkelt wird, dort befänden sich einige der pakistanischen Nuklearwaffen.

Sargodha selbst ist ein Zentrum der Agrikultur und dort werden unter anderem Zitrusfrüchte, Weizen und Zuckerrohr angebaut.

Pakistan fehlen im Ramazan Datteln

Dattelpalmen und geerntete Datteln der Sorte Aseel in Khairpur, Sindh

Dattelpalmen und geerntete Datteln der Sorte Aseel in Khairpur, Sindh

Im Fastenmonat Ramazan ist es Tradition das Fasten am Abend mit einer Dattel zu brechen. Der Bedarf an Datteln ist deshalb in diesem Monat besonders hoch. Pakistan ist zwar selbst ein Produzent und Exporteur von Datteln. Dem Land fehlen aber im diesjährigen Ramazan Datteln und es muss derzeit auf Importe aus dem Iran und dem Irak zurückgreifen. Allerdings werden Datteln aus diesen Ländern in Pakistan wegen ihres besonderen Geschmacks oft bevorzugt.

In Pakistan werden etwa 300 verschiedene Sorten von Datteln angebaut. Die gefragtesten Sorten sind jedoch Begum Jangi aus Balochistan, Aseel aus Sindh und Dhakki aus Dera Ismail Khan (Punjab).

Pakistan produziert 525’000 Datteln pro Jahr. In den Export gehen nur 86’000 Tonnen, der Rest wird lokal verbraucht oder verdirbt. Pakistan exportiert nach Ländern wie Indien, Nepal, Afghanistan, Kanada, U.S.A. und Grossbritannien. Das bringt den pakistanischen Produzenten jährlich etwa 28 Millionen Dollar ein. Es könnten aber weit mehr sein.

Leider besitzt Pakistan keine westlichen Standards entsprechenden Verabeitungs- und Appackeinrichtungen und verkauft die Datteln deshalb zu Schleuderpreisen ins Ausland. So kaufen Importeure in Deutschland, Dänemark und den VAE günstig pakistanische Datteln ein und re-exportieren diese nach Aufbereitung zum sechsfachen Preis. Man schätzt, dass pakistanische Produzenten zwischen 200 und 240 Millionen Dollar Einnahmen pro Jahr generieren könnten, wäre sie in der Lage die Datteln selber zu verarbeiten und zu verpacken.

(Quelle: Daily Pakistan-Urdu, The News Pakistan-English, Bildquelle: Pak-Agri )

Untersuchung: Fleisch in den U.S.A. mit Staphylococcus aureus verseucht

Verseuchtes Fleisch in (aus?) den USA im Handel

Verseuchtes Fleisch in (aus?) den USA im Handel gefunden

Gemäss einer neueren Studie des Translational Genomics Research Institute (TGen) sind ein grosser Anteil der Fleisches und Geflügels die in den USA verkauft werden mit dem Staphylococcus aureus Bakterium verseucht, rund die Hälfte davon sogar mit Antibiotika-restistenten Versionen.

Science Daily schreibt:

Gemäss einer im Journal ‚Clincal Infectious Diseases‘, erschienen Studie waren fast die Hälfte der Fleisch- und Geflügelproben – 47% – mit S. aureus verseucht und mehr als die Hälfte davon – 52% – waren gegen mindestens drei Klassen von Antibiotika resistent.

Dies ist die erste Nationale Einschätzung von Antibotika-resistenten S. aureus in der U.S. Lebensmittelversorgung. DNA Tests lassen darauf schliessen, dass die Tiere selbst die grösste Quelle der Kontamination waren.

Obwohl Staph normalerweise durch richtiges Kochen eliminiert werden, besteht, entweder durch unsachgemässen Umgang mit Lebensmitteln oder Übertragung auf andere Lebensmittel in der Küche, immer noch eine Gefahr für die Konsumenten.

Forscher sammelten und analysierten 136 Proben von Rind, Huhn, Schwein und Truthahn, welche 80 Marken abdecken, in 26 Einzelhandelsgeschäften in Los Angeles, Chicago, Fort Lauderdale, Flagstaff und Waschington D.C..

Der Autor der Studie und Direktor von TGen, Dr. Lance B. Price meinte, dass die Tatsache, dass die resistenten S. aureus so häufig vorkamen und die Tiere selbst die Quelle seien, sei beunruhigend und, dass der Verwendung von Antibiotika in der Fleischproduktion vermehrt Beachtung geschenkt werden müsse.

“Antibiotika sind das wichtigste Medikament, dass wir zur Behandlung von Staph Infektionen haben; aber wenn die Staph gegen drei, vier, fünf oder neuen verschiedenen Antibiotika resistent sind – wie wir es in dieser Studie gesehen haben – verbleiben dem Arzt wenig Optionen”, meint Dr. Price.

Die U.S. Regierung untersucht zwar Fleisch und Geflügel im Einzelhandel routinemässig auf vier Typen von resistenten Bakterien, aber S. aureus ist darunter. Die Studie schlägt deshalb vor, ein umfassenderes Inspektionsprogramm sei notwendig.

(Quelle: Science Daily-Englisch)

Die Meinung der Amerikanischen Fleischindustrie (American Meat Institute, AMI) ist, dass die Proben dieser Studie zu klein sei um Besorgnis zu erregen. AMI ist sich jedoch sicher, dass die resistenten Bakterien von den Verabeitern komme und nicht von den Tieren und überhaupt führe die Studie die Öffentlickeit in die Irre.

(Quelle: EmaxHealth-Englisch und Press Release des AMI-Englisch)

Natürlich, wir glauben euch. Eure Produkte sind sicher. Kaufen tue ich sie trotzem nicht. Bäh.

Libyen und die Landwirtschaft

Das Great-Man-Made-River Projekt

Das Great-Man-Made-River Projekt (Klicken um zu vergrössern)

In einem vorherigen Post schrieb ich darüber, wie die grossen Firmen in Afrika Land zusammen kaufen oder pachten um darauf Nahrungsmittel und Biotreibstoffe für ihre Heimmärkte anpflanzen zu können.

Man denkt bei Landwirtschaftflächen nicht gerade an Libyen. Bei Libyen denkt man eher an Öl und Sand, d.h. Wüste. Das ist vermutlich deshalb so, weil viele Leute das Great Man-Made River Projekt Gaddafis nicht kennen.

Im Süden Libyens liegen mehrere hundert Meter unter der Erde immense fossile Wasserreserven. Das Ziel des ca 1984 begonnen Projektes war es, diese Wasser an die Oberfläche zu pumpen und durch ein immenses Röhrensystem in den Norden zu leiten. Das Wasser dient vorwiegend der Bewässerung von Feldern und als Trinkwasser.

Verlegung von Röhren mit 4 m Durchmesser

Verlegung von Röhren mit 4 m Durchmesser (Klicken um zu vergrössern)

Die dazu verwendeten Röhren werden in Libyen hergestellt, das ganze Projekt ist in den Händen der Libyer (bzw. Gaddafi) und wurde auch vollständig von Libyen bezahlt.

Wichtige Meilensteine wurden bereits erreicht und ab 2013 soll das Projekt das Land mit jährlich 2 Milliarden Litern Wasser versorgen.

Nach Berechnungen der libyschen Regierung sollen die Wasserreserven ca. 4000 bis 5000 Jahre reichen, weniger optimistische Schätzungen rechnen mit 250 Jahren und Kritiker des Projektes gehen gar von nur 40 bis 50 Jahren aus.

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Land Aquisitionen in Afrika – Es geht um Nahrung und Wasser

Addax Bioenergy Projekt in Makeni, Sierra Leone (10'000 ha)

Addax Bioenergy Projekt in Makeni, Sierra Leone (10'000 ha)

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt der westlichen – und unter westlich kann man sehr wohl auch die arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs, China und Indien verstehen, da diese mittlerweile nach den gleichen neo-liberalen wirtschaftlichen Grundsätzen funktionieren – ist der steigende Nahrungs- und Wasserbedarf dieser Länder.

Dies fördert die Suche nach fruchtbarem Land, insbesondere in Entwicklungsländern Afrikas. Kapitalistische Firmen kaufen deshalb in grossen Stile Land auf oder pachten es.
So zum Beispiel in Assawa, Äthiopien, wo Scheich Mohammed al-Amoudi aus Saudi Arabien – einer der 50 reichsten Personen der Welt -1’000 Hektaren (ha, 1ha=10’000m²) Land für 99 Jahre gepachtet hat und darauf Treibhäuser erstellte, welche pro Tag 50 Tonnen Nahrung produziert, die dann über 300 Kilometer Strassen nach Addis-Abeba und von da über 1500 Kilometer Luftweg nach Dubai, Dschedda und anderswo im Mittleren Osten transportiert werden.
Scheich al-Amoudi plant in Äthiopien bis zu 500’000 ha Land zu kaufen oder pachten und zu entwickeln. Weiterlesen

Kühe zu gross für ihre Ställe

Schweizer Milchkühe

Schweizer Milchkühe

Kühe zu gross für ihre Ställe

Da die Kühe in den letzten fünfzehn Jahren ganze zehn Zentimeter gewachsen sind – grosse Kühe geben mehr Milch – passen viele nicht mehr in ihre Ställe und haben zu wenig Platz. Da dies gegen  das im Jahre 2008 geänderte Gesetz verstösst, müssen die Ställe bis spätestens 2013 ausbebaut werden.

Das sich die Tiere wohlfühlen ist auch im Interesse der Bauern; die Kühe geben dann nämlich mehr Milch.

Quelle: Zürichsee Zeitung