Saboteure zerstören Ölpipeline in Syrien – verseuchen See

SANA Bilder ÖlpipelineAm Freitag sprengten Saboteure in Syrien eine Öl-Pipeline in die Luft. Die Explosion hinterliess einen ca. 10 Meter tiefen Krater. Öl lief daraufhin auch in den angrenzenden Stausee aus, welcher für die Bewässerung der umliegenden Felder notwendig ist.

Die syrische Ministerin für Umweltangelegenheiten, Kawkab Dayeh, meinte gemäss SANA, Ziel sei die nationale Wirtschaft sowie die Umwelt gewesen. Proben würden aus dem See genommen um die Wasserqualität zu testen.

Fayssal al-Habib, der Direktor der Homs Niederlassung der Syrian Petroleum Transport Company meinte, dass der letze Öllache gerade aus dem See entfernt werde und die Pipeline am Samstag repariert sein werde und ihren Betrieb wieder aufnehmen könne.

(Quelle: SANA-English)

Karte Homs(C)-Talkalakh(B)-Baniyas(A)

Karte Homs(C)-Talkalakh(B)-Baniyas(A)

Es gibt in Syrien zwei Raffinerien. Eine ist in Homs, die zweite in der Küstenstadt Baniyas. Über Baniyas läuft der gesamte syrische Ölexport. Talkalakh, wo der Anschlag verübt wurde, liegt zwischen Homs und Baniyas und unterbrach somit die Ölzufuhr für den Export.

Das Öl das durch diese Pipeline fliesst, stammt aus den Ölfeldern von Dayr az-Zawr, welches im Osten des Landes am Euphrat liegt.

Auch von da erreicht uns via SANA eine Nachricht. Bewaffnete Gruppen haben danach am Freitag in Dayr az-Zawr Strassensperren errichtet, Sicherheitskräfte angegriffen und aus dem dortigen Hauptquartier der Polizei Waffen und Munition gestohlen. Mittlerweile hätten sich die Gruppen aus dem Staub gemacht und die Sicherheitskräfte nahmen die Verfolgung auf.

(Quelle: SANA-English, ABC12 News-English)

Offenbar hat es jemand auf die Ölversorgung Syriens abgesehen, respektive dessen Fähigkeit Öl zu exportieren, was dem Land wirtschaftlich schadetet, den der Ölexport bringt dem Land Devisen.

Monsun Regenfälle in Indien – Woche 21.7. bis 27.7.2011

In der Woche vom 21. bis 27 Juli lag die Niederschlagsmenge in Indien insgesamt 23% unter dem langjährigen Durchschnitt (engl. long period average, LPA) für diese Periode.

Per Statistik des Indian Meteorological Departments (IMD) sieht dies in Zahlen so aus:

Monsun Regenfälle, Indien, 21.7. bis 27.7.2011, tabellarisch

Monsun Regenfälle, Indien, 21.7. bis 27.7.2011, tabellarisch

Grafisch sieht das so aus (Anmerkung: die Aufteilung ist hier nach Bundesstaaten, nicht nach Regionen wie bei der Tabelle):

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Preisschub bei Lebensmitteln in Pakistan

Verschiedene Lebensmittel in SäckenIn Pakistan haben die Preise für Lebensmittel, darunter Öle, Linsen, Gemüse und Obst, aber auch Fleisch um durchschnittlich 13 Prozent zugelegt, wie Daily Pakistan schreibt.

Der Retail Monitoring Report habe kurz vor Ramazan die Preise von 25 Artikeln um 13 Prozent zugelegt, während die Preise von weitern 17 Artikeln um 4 Prozent stiegen. [Das müsste vermutlich sind billiger geworden heissen, steht aber so im Original]

Der Retail Price Monitioring Report untersuchte die Preise von insgesamt 46 Artikeln in 145 Dörfern in 77 Bezirken in 4 Provinzen und in Islamabad.

(Quelle: Daily Pakistan-Urdu)

Der Retail Price Monitor Report wird regelmässig von FAFEN erhoben, letztmals für Juli 2011.

Der Report ist allerdings bis heute noch nicht online, jedoch hat One Pakistan mehr Details zu den Artikeln welche teurer geworden sind und wieviel.

Tomaten 157%, Erdäpfel 18%, Geflügelfleisch 18%, Eier 13%, Flüssigas (zum Kochen)  12%, Zwiebeln 5%, Kichererbsen 3% und Weizenmehl 2%.

Allerdings wurden 17 Artikel im Durchschnitt um 4% günstiger, darunter Bananen um 11% und Ingwer um 10% billiger, ebenso wie Basmati 386 Reis -1%. ]

Vier Artikel zeigten gar keine Veränderung im Preis gegenüber Juni 2011.

Für ein Kilo Tomaten zahlte man im Juni noch 22 Pakistanische Rupien (PKR), das entspricht ca. 20 Rappen oder 17 Cent. Im Juli zahlte man dafür 56 PKR, umgerechnet 51 Rappen oder 45 Cent.

Weitere Details bei One Pakistan.

Monsun Regenfälle in Indien – Woche 14.7. bis 20.7.2011

In der Woche vom 14. bis 20 Juli lag die Niederschlagsmenge in Indien insgesamt 7% über dem langjährigen Durchschnitt (engl. long period average, LPA) für diese Periode.

Per Statistik des Indian Meteorological Departments (IMD) sieht dies in Zahlen so aus:

Monsun Regenfälle, Indien, 14.7. bis 20.7.2011, tabellarisch

Monsun Regenfälle, Indien, 14.7. bis 20.7.2011, tabellarisch

Grafisch sieht das so aus (Anmerkung: die Aufteilung ist hier nach Bundesstaaten, nicht nach Regionen wie bei der Tabelle): Continue reading

Monsun Regenfälle in Indien – Woche 7.7. bis 13.7.2011

In der Woche vom 7. bis 13 Juli lag die Niederschlagsmenge in Indien insgesamt 19% unter dem langjährigen Durchschnitt (engl. long period average, LPA) für diese Periode.

Per Statistik des Indian Meteorological Departments (IMD) sieht dies in Zahlen so aus:

Monsun Regenfälle, Indien, 7.7. bis 13.7.2011, tabellarisch

Monsun Regenfälle, Indien, 7.7. bis 13.7.2011, tabellarisch

Grafisch sieht das so aus (Anmerkung: die Aufteilung ist hier nach Bundesstaaten, nicht nach Regionen wie bei der Tabelle):

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Indien schuldet Iran 9 Milliarden Dollar für unbezahlte Öllieferungen

Öl-Raffinerie in IndienDie Schulden, die Indien bei Iran für nicht-bezahlte Öllieferung hat, belaufen sich mittlerweile auf neun Milliarden Dollar. Das hat die Nationale Ölgesellschaft Irans (NIOC) dazu bewogen deutlich zu werden: Werden die Schulden nicht umgehend beglichen, wird per August jegliche Lieferung von iranischem Öl nach Indien eingestellt.

Indische Ölimporte aus dem Iran belaufen sich auf ca. 400’000 Fass pro Tag und sind seit Dezember letzten Jahres auf Kredit geliefert worden. Dies wurde nötig, weil die U.S.A. die indische Zentralbank unter Druck setzte ein langjähriges Zahlsystem mit Iran nicht mehr zu benutzen. Seither sucht die indische Regierung nach einer alternativen Möglichkeit, die Schulden zu begleichen. Das ist offenbar nicht einfach, mit all den unilateralen Sanktionen der U.S.A. wenn man weiterhin mit den U.S.A. Geschäfte machen will.

Die U.S.A. setzen auch andere Länder unter Druck, kein oder weniger Öl aus dem Iran zu beziehen. Iran ist nach Saudi Arabien der zweitgrösste Lieferant von Öl Indiens und liefert ca. 12% dessen jährlichen Bedarfs.

(Quelle: The Nation Pakistan-English, Mehr News-Parsi)

Da es sich hier um die Lieferungen von Roh-Öl handelt, dürfte ein allfälliger Lieferstopp auch indische Raffinerien betreffen.  In Indien gibt es (Stand 2009) 20 Raffinerien, davon sind 17 in öffentlicher Hand und 3 privat. Diese decken nicht nur den Bedarf Indiens, sondern exportieren auch raffiniertes Öl in andere Länder unter anderem seit kurzem auch nach Pakistan.

Nach Reuters und der Economic Times exportiert Indien ca.  25% seiner 185 Millionen Tonnen Raffinerie-Kapazität.

Offenbar geraten die U.S.A. in einen Zielkonflikt. Da sie angeblich bemüht sind, die Ölpreise zu senken indem sie die Strategischen Petroleum Reserven anzapfen muss man sich fragen, wie das mit der Verknappung der verfügbaren Menge (mit damit verbundenem Preisanstieg) zusammengehen soll, die sie gleichzeitig anstreben, indem sie das iranische Öl praktisch boykottieren lassen und die boykottierenden Ländern dann auf andere Quellen ausweichen müssen.

Das passt schon nicht so ganz zusammen.

Land Aquisitionen in Afrika – Es geht um Nahrung und Wasser

Addax Bioenergy Projekt in Makeni, Sierra Leone (10'000 ha)

Addax Bioenergy Projekt in Makeni, Sierra Leone (10'000 ha)

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt der westlichen – und unter westlich kann man sehr wohl auch die arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs, China und Indien verstehen, da diese mittlerweile nach den gleichen neo-liberalen wirtschaftlichen Grundsätzen funktionieren – ist der steigende Nahrungs- und Wasserbedarf dieser Länder.

Dies fördert die Suche nach fruchtbarem Land, insbesondere in Entwicklungsländern Afrikas. Kapitalistische Firmen kaufen deshalb in grossen Stile Land auf oder pachten es.
So zum Beispiel in Assawa, Äthiopien, wo Scheich Mohammed al-Amoudi aus Saudi Arabien – einer der 50 reichsten Personen der Welt -1’000 Hektaren (ha, 1ha=10’000m²) Land für 99 Jahre gepachtet hat und darauf Treibhäuser erstellte, welche pro Tag 50 Tonnen Nahrung produziert, die dann über 300 Kilometer Strassen nach Addis-Abeba und von da über 1500 Kilometer Luftweg nach Dubai, Dschedda und anderswo im Mittleren Osten transportiert werden.
Scheich al-Amoudi plant in Äthiopien bis zu 500’000 ha Land zu kaufen oder pachten und zu entwickeln. Continue reading