Indien startet Kommunikationssatellit GSAT-12

Am 15. Juli 2011 hat die Indian Space Research Organisation (ISRO) den Kommunikationssatelliten GSAT-12 erfolgreich in eine Umlaufbahn geschossen.

Das Polar Satellite Launch Vehicle (PSLV) startete vom Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota, Chennai aus und brachte den Satelliten in 20 Minuten in einen sub-Geosynchronen Transfer Orbit (sub-GTO) mit Perigäum 284 km und Apogäum 21’020 km und Orbitalinklination von 17,9 Grad.

Die Solarflügel haben sich entfaltet und der Satellit funktioniert normal, so ISRO.

(Quelle: Daily Pakistan-Urdu, ISRO-English)

Geosynchroner Transferorbit (GTO) - (1)Erde (2)GTO (3)GEO

Geosynchroner Transferorbit (GTO) - (1)Erde (2)GTO (3)GEO

Der Geostationäre Transfer Orbit (GTO) ist eine Erdumlaufbahn, auf der Raketen die Satelliten aussetzen von wo aus der Satellit in seine endgültige, geostationäre Umlaufbahn manövriert wird, meint Wikipedia dazu.

Der erdnächste Punkt dieser GTO wird Perigäum, der am weitesten entfernte Punkt Apogäum genannt. Bei einer GTO liegt das Apogäum i.d.R. nicht weit vom geostationären Orbit (GEO) bei 35’786 km.

Darum spricht ISRO von sub-GTO, da das Apogäum auf 21’020 km liegt, was doch noch ein Stück weg vom GEO ist.  Der Satellit GSAT-12 muss nun schrittweise auf den GEO ‘gehievt’ werden.

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Vorläufiges Urteil bestätigt Patentverletzung von HTC

HTC SensationIn den U.S.A. hat die U.S. International Trade Commission (ITC) in einem kürzlich ergangenen vorläufigen Urteil die Patentverletzungen von HTC, welche Apple Inc. geltend gemacht hatte, in zwei von zehn Fällen bestätigt.

Dieses vorläufige Urteil wird von der ganzen ITC Commision, welche aus sechs Commissioners besteht, überprüft werden. Falls diese zum gleichen Ergebnis kommen, könnte dies zu einem Importverbot in die U.S.A. von HTC Geräten führen.

HTC kündigte an die Behauptungen Apples bei der ITC Commission anzufechten.

Am vergangenen Montag hat Apple eine weitere Beschwerde gegen HTC bei der ITC eingereicht, welche die Verletzung von weiteren fünf iPhone und iPad Patenten geltend macht. Gleichzeitig hat Apple auch eine Klage beim U.S. Bezirkgericht in Delaware eingereicht.

(Quelle: The Economic Times India-English)

Im April dieses Jahres hatten die Angestellten der ITC empfohlen weder HTC noch Nokia – ein weitere vor der ITC hängige Beschwerde von Apple – der Patentverletzung schuldig zu sprechen. Jedoch ist die Empfehlung der Angestellten nicht bindend.

(Quelle: Bloomberg-English)

Explosion einer iPad Fabrik in China

Steve Jobs bei der iPad2 Präsentation

Steve Jobs bei der iPad2 Präsentation

Westlich der chinesischen Stadt Chengdu ist am 20. Mai 2011 die zu Foxconn gehörenden Fabrik Hongfujin Precision Electronics explodiert. Es gab anscheinend zwei Tote und sechzehn Verletzte.

Die Fabrik ist zentral für Foxconn, welche der Hauptproduzent für Apple ist. Apple hat in der Zwischenzeit angekündigt, eigene Ermittlung durchführen zu wollen. (Quelle: Komsomolskaja Prawda-Russisch)

China Financial Daily meldet, die Explosion sei durch super-leichten Staub ausgelöst worden. Es wird nach RBC Capital Analyst Mike Abramsky zu Lieferengpässen des iPad2 kommen, da die Fabrik eine von zwei Hauptproduktionsstädten für das Gerät ist. Die andere befindet sich in Shenzhen.

Netzneutralität à la française

In einem vorläufigen Bericht schlagen zwei französische Parlamentarier vor, die Netzneutralität gesetzlich zu definieren und im Gesetz zu verankern. Le Monde:

[…]

Die Neutralität des Internet ist ein ungeschriebenes Gesetz des Netzwerkmanagements, das besagt, dass alle Inhalte im Netz ohne Diskriminierung bezüglich Ursprung, Ziel und Art zirkulieren sollen. In der Praxis aber sind sich nicht alle Teilnehmer einig über die genauen Modalitäten dieser Neutralität: Einige Internet Service Provider (ISP), zum Beispiel, gehen davon aus, dass sie Massnahmen ergreifen dürfen um den Verkehr in ihrem Netzwerk zu regeln und in bestimmten Momenten verschiedenen Datentypen verschiedene Prioritäten zuweisen können.

Von dieser Feststellung ausgehend schlagen die zwei Abgeordneten vor dass eine Definition von Netzneutralität im Gesetz festgeschrieben werde, welche die verschiedenen Positionen berücksichtigt und eine Schattenzone beseitigt. Die Frage ist sowohl technischer wie auch wirtschaftlicher Natur: Abhängig davon ob Netzneutralität strikt oder weniger strikt ausgelegt wird, stehen für die ISP Investitionen an um dem Wachstum des Verkehrs gewachsen zu sein. Einige ISPs verlangen insbesondere, dass die Konsumenten von datenintensiven Anwendungen, wie Videoseiten, an der Finanzierung der Infrastruktur mitwirken.

[…]

Der Konsument der einen 50MBit Anschluss bei Cablecom bezahlt erkauft sich damit auch mehr Bandbreite als jener der nur einen 2MBit Anschluss beim selben Anbieter bezahlt. Es ist auch unbestritten, dass der Verkehr zum Zwecke der Erhaltung einer gleichbleibend guten Dienstleistung für alle Kunden gemanagt werden darf. Das alles ist aber heute schon möglich und es scheint mir es gehe den ISPs hier um mehr, als nur um das Management ihrer Bandbreiten.

Vermutlich geht es um die Einführung eines feineren Abbrechnungssystems in dem der Konsument nicht mehr für den Anschluss an sich bezahlt – unabhängig davon was er damit konsumiert. Sondern er bezahlt pro Anwendungstyp die je nach Typ unterschiedlich kosten. Sagen wir sie haben das Packet Websites abonniert, aber nicht das Paket TV&Videos und können deshalb auch nur auf Websites (Textseiten) zugreifen, nicht aber die Videos anschauen, die dort angeboten werden.
Das führt automatisch zur Blockierung von Diensten, die man nicht abonniert hat und somit zur Zensur.

Man verspricht sich davon wohl weitere Einnahmequellen und mehr Profite. Ich zweifle aber daran, dass das funktioniert. Der Reiz des Internet ist (oder war), dass vieles unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. In dem Moment wo man für jeden Dienst einzeln zur Kasse gebeten wird, verliert das ganze seinen Reiz. Das Internet hätte sich unter diesen Bedingungen nie so verbreitet. Wenn es nicht 100,000-ende gäbe oder gegeben hätte die ihre Inhalte gänzlich unentgeltlich und frei zugänglich anbieten, wäre das Internet extrem langweilig und vermutlich bereits tot.

Die ISPs dürften sich hier ins eigene Bein schiessen sollten sie dies durchziehen, aber der Profit lockt und somit werden sie’s wohl doch tun.

Stuxnet stammt wohl doch aus Israel

PressTV, welche sich auf die NY Times bezieht vermeldet, dass es sich bei Stuxnet um eine Koproduktion zwischen Israel, den USA, dem Vereinigten Königreich und Deutschland handle und dass der Virus bevor er in die freie Wildbahn entlassen wurde in Dimona, dem israelischen Atomforschungszentrum, getestet wurde.

Betroffen war in erster Linie nicht die Microsoft Windows Software, sondern die Supervisory Control and Data Acquisition Software von Siemens die weltweit verbreitet ist und unter anderem in Systemen zur Wasserversorgung, Energiezentralen, Kraftwerken und Ölplatformen eingesetzt wird. Der Virus wurde definitiv nicht über das Netzwerk verbreitet sondern über USB-Stäbchen.

Man wundert sich über gar nichts mehr, wenn es um die USA, Israel, Grossbritannien und Deutschland und ihre Geheimdienste geht. Diese verbreiten sicherlich auch sonst noch so allerhand, von dem wir nichts wissen und vielleicht auch lieber nichts wissen wollen.

Immerhin wissen wir jetzt ein bisschen mehr über die Beschaffenheit des israelischen Atomprogramms, denn Angaben in westlichen Medien zufolge sollen in Iran Zentrifugen schwer beschädigt worden sein. Haben das die Israelis bei sich zu Hause getestet, muss man wohl daraus schliessen, dass letztere ebenfalls über Zentrifugen verfügen und beide SCADA von Siemens verwenden.

Derweil haben die ausländischen Diplomaten, die vom Iran zu einer Besichtungstour eingeladen hatte, ihre Rundreise begonnen, so die Atomic Energy Organisation of Iran. Die Delegierten repräsentierten über 120 Länder. Auch EU Länder seien eingeladen gewesen, hätten aber abgelehnt, so die Meldung der AEOI.