Geomagnetischer Sturm erreicht die Erde – 5. August 2011

Gestern Abend gegen 18:00 UTC erreichte ein koronaler Massenauswurf (engl. coronal mass ejection, CME) das Magnetfeld der Erde und erreichte eine Stärke von 8 auf der K-Index Skala für Geomagnetische Störungen, welche von 0 bis 9 reicht. Es ist einer der stärksten geomagnetischen Stürme seit Jahren. Auroren Sichtungen wurden sogar aus England und Norddeutschland gemeldet.

Der magnetische Sturm ist das Resultat der Klasse M6 Sonneneruption vom 3. August 2011.

(Quelle: Space Weather-English)

Wie die Prawda schreibt ist dies nach den Aussagen des Instituts für Röntgenastronomie des Institutes für Physik der russischen Akademie der Wissenschaften (FIAN), der grösste Magnetsturm seit fünf Jahren. Das Observatorium verzeichnet den Sturm am Freitag gegen 22:00 Moskauer Ortszeit.

Nach der Prawda hat keines der weltweiten Institute einen Magnetsturm dieser Stärke erwartet und deswegen auch keine Warnung herausgegeben.

(Quelle: Prawda-Russisch)

Der magnetische Sturm ist allerdings noch nicht vorbei, nimmt allerdings an Stärke ab, wie folgende Grafik der NOAA zeigt:

Geschätzter Planetärer K-Index

Geschätzter Planetärer K-Index

Es gibt einige Bilder von Auroren die gesichtet wurden und die auf den Magnetsturm zurückzuführen sind.

Die Aurora von Whitehaven, aufgenommen von Marvin Watson am 5. August 2011: Weiterlesen

Sonnenerruption der Stärke M6 – 03.08.2011

Text der NASA: Eine Sonneneruption (flash flare) mit koronaler Massenejektion welche sich in allgemeine Richtung Erde zu bewegen scheint.

Das Video deckt einen Zeitraum von zwei Stunden ab und wurde im extremen ultraviolettem Licht (Anmerkung: Sieht nach 193 Å aus) aufgenommen.

Trifft die weggeschleuderte Teilchenwolke in ein paar Tagen auf die Erde, dürften dies zu hellen Auroren führen. Elektronische Geräte, speziell im Weltraum, könnten ebenfalls beeinträchtigt werden.

Video: Spektakuläre Bilder der NASA der Sonneneruption vom 7. Juni 2011

Die NASA hat in einem Video die Bilder der Sonneneruption vom 7. Juni 2011 zusammengefasst. Aufnahmen in verschiedenen Wellenlängen zeigen das Ausmass der Eruption und in Detailaufnahmen ist auch sichtbar, wie ein Teil der weg geschleuderten Massen wieder auf die Sonne fällt.

Sonneneruption M9-Klasse – 30.07.2011

Nach der Eruption vom 7. Juni 2011 wurde eine weitere Eruption (solar flare) am 30. Juli 2011 eine weitere Eruption beobachtet. Sie war kurz, aber energiereich und wurde als M9-Klasse eingestuft. Weil die Eruption kurz war wurde nicht viel Material weg geschleudert.

und ein zweites Video:

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Indien startet Kommunikationssatellit GSAT-12

Am 15. Juli 2011 hat die Indian Space Research Organisation (ISRO) den Kommunikationssatelliten GSAT-12 erfolgreich in eine Umlaufbahn geschossen.

Das Polar Satellite Launch Vehicle (PSLV) startete vom Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota, Chennai aus und brachte den Satelliten in 20 Minuten in einen sub-Geosynchronen Transfer Orbit (sub-GTO) mit Perigäum 284 km und Apogäum 21’020 km und Orbitalinklination von 17,9 Grad.

Die Solarflügel haben sich entfaltet und der Satellit funktioniert normal, so ISRO.

(Quelle: Daily Pakistan-Urdu, ISRO-English)

Geosynchroner Transferorbit (GTO) - (1)Erde (2)GTO (3)GEO

Geosynchroner Transferorbit (GTO) - (1)Erde (2)GTO (3)GEO

Der Geostationäre Transfer Orbit (GTO) ist eine Erdumlaufbahn, auf der Raketen die Satelliten aussetzen von wo aus der Satellit in seine endgültige, geostationäre Umlaufbahn manövriert wird, meint Wikipedia dazu.

Der erdnächste Punkt dieser GTO wird Perigäum, der am weitesten entfernte Punkt Apogäum genannt. Bei einer GTO liegt das Apogäum i.d.R. nicht weit vom geostationären Orbit (GEO) bei 35’786 km.

Darum spricht ISRO von sub-GTO, da das Apogäum auf 21’020 km liegt, was doch noch ein Stück weg vom GEO ist.  Der Satellit GSAT-12 muss nun schrittweise auf den GEO ‚gehievt‘ werden.

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Neptun wurde vor einem Jahr entdeckt – nach neptunischer Zeitrechung

Aufnahme des Neptun, aufgenommen von Voyager 2

Aufnahme des Neptun, aufgenommen von Voyager 2

Am 24. September 1846 entdeckten Urbain Le Verrier, John Couch Adams und Johann Galle den 8. Planeten unseres Sonnensystems, den Neptun.

Das Neptun-Jahr, d.h. die Zeit, die Neptun benötigt um sich einmal um die Sonne zu drehen, beträgt 164,79 Erdenjahre.

Man errechnet daraus, dass der Neptun  am 12. Juli 2011, also heute, seine erste Umrundung der Sonne vollendet hat seit er von Erdlingen entdeckt wurde.

Happy Birthday, Neptune!

(Quelle:  Daily Pak-Urdu, BBC News-English)

Live Webcast: Start von STS-135 Atlantis zum letzten Flug

Atkualisierung 18:10: Die Direktübertragung ist beendet. Anbei die Aufzeichnung:

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Der Start ist für 11:26 Ortszeit (17:26 MESZ) angesetzt. Die Liveübertragung beginnt um 10:26 (16:26) und endet um 11:30 (17:30).

Mit diesem Flug endet die Ära des Space Shuttle und vorerst auch jene der bemannten U.S. Raumfahrt, denn die NASA hat danach keine Geräte mehr, die Menschen ins All bringen können.

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