Neue Sonnenflecken entstehen

Bild 1 - Die Sonneflecken am 31.8.2011 (Quelle: SDO/HMİ)

Bild 1 - Die Sonneflecken am 31.8.2011 (Quelle: SDO/HMİ)

An etlichen verschiedenen Orten sind auf der der Erde zugewandten Seite der Sonne neue Sonnenflecken entstanden.

Insgesamt wurden am 30. August 2011 121 Sonnenflecken gezählt, einige davon sehen Sie auf Bild 1.

Speziell interessant ist der Fleck 1282 der in den letzten 48 Stunden auf mehr als das zehnfache angewachsen ist. Es besteht die Möglichkeit, dass dieser Klasse-C Eruptionen generiert. Zur Klassifikation von Sonneneruption lesen Sie bitte hier.

Zudem befinde sich die Flecken in der Nähe der Mitte. Allfällige Eruptionen und CMEs (coronal mass ejections oder dt. koronale Massenauswürfe, KMA) würden somit in Richtung Erde geschleudert. Zur Zeit (06:00) bestehen allerdings keine Warnungen von NOAA.

Folgende Animation beruht auf Daten von SDO/HDMI. Anmerkung: Wenn Sie keine Animation sehen, klicken Sie auf Bild 2. Continue reading

Kleinere Sonneneruption der Klasse B5 bei Sonnenfleck 1271

Klasse B5 Eruption bei Sonnenfleck 1271 vom 28.8.2011 04:30 UTC (Quelle: SDO)

Klasse B5 Eruption bei Sonnenfleck 1271 vom 28.8.2011 04:30 UTC (Quelle: SDO)

Der Sonnenfleck 1271 wird sich in den nächsten Tagen auf die von der Erde abgewandte Seite der Sonne verabschieden und verlässt uns mit einer Klasse B5 Eruption.

Die Eruption war nicht gegen die Erde gerichtet und es werden keine Auswirkungen zu spüren sein. Diese wären wegen der Klasse der Eruption so oder so gering gewesen.

Dazu gibt es auch ein kleines Video (.mov 910 KB), dass ich leider nicht embedden kann. Klicken lohnt sich allerdings, es sind wunderschöne Bilder.

(Quelle: Spaceweather-English)

Und hier noch ein etwas längeres Youtube Video:

 

Video: Sich ändernde Sonnenflecken

Die Aufnahmen zeigen wie sich eine Gruppe von Sonnenflecken während 2.5 Tagen (21. bis 23. August 2011) nachhaltig veränderte. Währen ein Fleck fast verschwand, tauchte ein anderer in der Nähe auf und wuchs zu einer beträchtlichen Grösse heranwuchs, so dass die anderen Flecken klein wirken.

Von Sonnenflecken ist bekannt, dass sie sich schnell verändern können. Es ist trotzdem interessant zu beobachten, wie sie sich verändern.

Sonnenflecken sind dunkle, kühlere Gebiete auf der Sonnenoberfläche, weisen aber einen intensiven Magnetismus auf.

Die Bilder im Video wurden mit dem Helioseismic and Magnetic Imager (HMI) Instrument des SDO im sichtbaren Spektrum des Lichts aufgenommen.

(Quelle: SDO-English)

Sichtbare Sonnenflecken, 26.8.2011 (Quelle: spaceweather.com)

Sichtbare Sonnenflecken, 26.8.2011 (Quelle: spaceweather.com)

Ich denke, beim gezeigten Sonnenflecken handelt es um 1271. Diese rotieren gerade auf die andere Seite der Sonne.

Der Sonnenfleck 1271 ist zur Zeit der einzige der für grössere Eruptionen in Frage kommt.

Video: Sonnenfleckenaktivität für Flecken 1271 und 1272

Die beiden aktiven Regionen 1271 und 1272 aufgenommen in zwei Wellenlängen, 304Å links, 171Å mitte, sowie das HMI Intensigramm rechts. Das Video deckt einen Zeitraum von etwas über zwei Tagen (15. bis 17. Augst 2011) ab, das ist gerade als diese Sonneflecken in den sichtbaren Bereich gedreht wurden.

Das HMI Intensigramm zeigt die eigentlichen Sonnenflecken, während die anderen Bilder die Aktivität über den Sonnenflecken zeigen.

Die Sonne rotiert in ca. 27 Tagen einmal um ihre Achse. Die Rotation ist allerdings nicht einheitlich, da die Sonne kein fester Körper sondern ein Gasball ist. Die Polarregionen brauchen für eine Umdrehung etwas länger (ca. 30 Tage) als die Äquatorregion (ca. 24 Tage).

Deshalb werden die Sonnenflecken, welche sich vor ca. 7 Tagen in den von der Erde sichtbaren Bereich gedreht haben in ein paar Tagen wieder aus diesem sichtbaren Bereich heraustreten und allfällige Sonneneruption werden dann auf der der Erde abgewandten Seite der Sonne stattfinden.

(Quelle: SDO is Go Blog-English)

Sonnenflecken 1271 und 1272 wachsen

Bild 1 - Sonnenflecken 1271, 1272 (Klicken für Animation)

Bild 1 - Sonnenflecken 1271, 1272 (Klicken für Animation)

Die Sonnenaktivität am Wochenende war gering. Die Sonnenflecken 1271 und 1272 haben allerdings wieder zu wachsen begonnen. Dies hat sich bisher jedoch noch nicht in einer signifikanten Zunahme von Eruptionen ausgewirkt und die Sonnenaktivität bleibt bisher gering.

Ob dies so bleibt, hängt von der weiteren Entwicklung der Magnetfelder der Sonnenflecken ab und davon, ob diese stabil bleiben. Klicken Sie auf Bild 1 um eine Animation zu sehen, die die Entwicklung der Flecken in den letzten 24 Stunden anzeigt.

Gemäss NOAA bleibt die Wahrscheinlichkeit für Klasse-M Eruptionen in den nächsten 48% bei 20%, für Klasse X-Eruptionen sogar nur bei 1%.

GEOS misst den Durchfluss von Roentgenstrahlen im 1-8 Å und 0.4 bis 4 Å Bereich. Die folgende Grafik stellt den 5-minütigen Durchschnitt dieses Flusses dar. Warnungen werde bei Erreichen des M5-Niveaus (5×10-5 Watts/m2 und des X1-Niveaus (1×10-4 Watts/m2): Continue reading

Die Früherkennung von sich bildenden Sonnenflecken

Sonnenflecken sind dunkle Gebilde in der Photosphäre der Sonne. Da die Sonne ein Gasball ist, hat sie keine feste Oberfläche. Die Photosphäre ist der sichtbare Teil der Sonne mit dem wir vertraut sind und ist ca. 100 km tief. Dies ist wenig, wenn man in Betracht zieht, dass der Radius der Sonne 700’000 km beträgt.

Sonnenflecken haben starke magnetische Felder und sind die Orte, wo Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe KMA (engl. coronal mass ejections, CME) normalerweise stattfinden.

Die Auswirkungen dieser Eruptionen und KMA können Strom-, Telekommunikations- und Navigationsausfälle auf der Erde bewirken. Eine frühzeitige Erkennung sich entwickelnder Sonnenflecken ist deshalb wünschenswert.

Forschern an der Stanford Universität ist es nun gelungen, verschieden Regionen von Sonnenflecken tief innerhalb der Sonne, 1 bis 2 Tage vor deren Erscheinen an der Oberfläche (in der Photosphäre) zu entdecken. Nach den Resultaten der Forscher entstehen Sonnenflecken in mindestens 60’000 km Tiefe und steigen mit einer Geschwindigkeit von 0,3 bis 0,6 km/s an die Oberfläche hoch.

Grafik 1 - Akustische P-Modus Welle

Grafik 1 - Akustische P-Modus Welle

Die Methode, welche die Forscher anwendeten, wird Time-Distance Helioseismology genannt und ist vergleichbar mit der Methode, die von Seismologen verwendet wird, um das Innere der Erde zu vermessen.

Time-Distance Helioseismology misst die Zeit, welche akustische Wellen brauchen um von der Oberfläche der Sonne bis zum Boden des Hohlraums und zurück zu reisen.

Der Hohlraum ist dabei eine Region der Sonne, der einerseits durch die Oberfläche (Photosphäre), in der die Dichte rapide abfällt begrenzt wird.  Andererseits bildet eine Schicht im inneren der Sonne die untere Grenze des Hohlraums, wo die Schallgeschwindigkeit zunimmt und sich abwärts bewegenden Wellen reflektiert werden. Das Resultat ist, es entsteht eine stehende Welle.

Dabei gibt es drei verschieden Wellen, welche Helioseismologen messen und suchen, namentlich Akustik-, Gravitations- und Oberflächengravitationswellen. Diese Wellen produzieren P-Modus, G-Modus und F-Modus Strukturen. In Grafik 1 sehen Sie eine Computer-generierte Akustik P-Modus Welle.

Rote und blaue Regionen zeigen Wellenbewegungen der Oberfläche in entgegensetzte Richtungen, z.B. ist Rot ein Wellental ist Blau ein Wellenberg.

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Neuer Sonnenfleck wird sichtbar – 60% Wahrscheinlichkeit einer Eruption der M-Klasse

Sonnenfleck AR1271 (Klicken um zu vergrössern)

Sonnenfleck AR1271 (Klicken um zu vergrössern und animieren)

Ein neuer Sonnenfleck, AR1271, mit mindestens vier dunklen Zentren wurde kürzlich sichtbar. Er zeigt häufige kleinere Eruptionen.

NOAA Vorhersagen schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Eruption der M-Klasse aus diesem Sonnenfleck auf 60 Prozent.

Der Sonnenfleck AR1271 ist zur Zeit noch nicht gegen die Erde orientiert, dies wird sich allerdings in den nächsten paar Tagen ändern und die Gefahr einer Sonneneruption Richtung Erde wird steigen.

(Quelle: Spaceweather-Englisch, NOAA SWPC-Englisch)